Das erste Mal… (Mountainbiker überholt!)

Heute standen 30km auf dem Plan. Da die Große heute noch mit ihrer Freundin auf die „Pferd & Hund-Messe“ nach Dortmund wollte, und Papa natürlich Fahrdienst zum Bahnhof hatte, stand der Wecker auf 5:30 Uhr, damit ich auch wieder pünktlich zu Hause sein konnte.
Also die üblichen Rituale: Kaffee, Banane,… und ab ins Auto zum Parkplatz auf die Alexanderhöhe.
Bei sternenklarem Himmel und Vollmond ging es in den Wald. Erst noch im Dunklen mit der Stirnlampe die ersten Kilometer gelaufen. Dummerweise hatte ich vergessen, die Akkus zu kontrollieren, so dass bereits nach 15 Minuten die Petzl mir blinkend zu verstehen gab, dass der Strom zu Neige geht. Für die erste Stunde hat es aber noch gereicht und dann ging auch bereits die Sonne auf:
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War der letzte Lauf noch extrem neblig gewesen, lag diesmal der Nebel nur in den Tälern und hat eindrucksvolle Bilder geboten:
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Dafür liebe ich es, im Sauerland zu wohnen, früh aufzustehen, um diese Ausblicke zu genießen.
Auf halber Strecke stand dann noch ein Kalb auf dem Weg, dass sich offensichtlich von der Wiese irgendwie verirrt hatte. Besorgt stand die Mutter daneben und hat mich misstrauisch beäugt, als ich langsam vorbeigegangen bin:
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Auf den letzten Kilometern musste ich dann noch ein paarmal mit dem Krankenhaus telefonieren, da ich Rufdienst hatte. Und auf Grund von Funklöchern konnte ich in der Zeit auch nicht weiterlaufen, sondern musste an einer Stelle ausharren. Das hat mir etwas den Schnitt versaut, das ist aber eben das Risiko, wenn man sich trotz Rufdienst auf den Langen Lauf begibt.
Nach 28km hatte ich dann noch zwei Mountainbiker vor mir, die ich dann bergauf locker überholt (irgendwo war da noch Kraft in den Beinen) und ja, ich gebe zu: einen dummen Spruch konnte ich mir nicht verkneifen.
Ich hoffe, sie werden es mir nachsehen.
Nach 29km war ich dann wieder am Auto und hatte noch Zeit zu duschen, zur Freude der Kinder, die ich dann zum Zug gefahren habe.

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Philipp goes Ultra

Die Entscheidung ist gefallen!

Ich habe zwei Termine für 2017 im Kalender stehen:

  1. Am 27.01.2017 in Rodgau die 50km
  2. Am 29.04.2017 die 24h am Seilersee

Ich träume ja schon lange davon, endlich mal einen Ultra anzugehen. Lange Läufe haben mir schon immer Spaß gemacht. Ich habe keine Probleme 4-6h beim Traillaufen unterwegs zu sein.

Nachdem ich nun drei Jahre mit verschiedenen Widrigkeiten zu kämpfen hatte (Job, Motivation, Krankheit), bin ich diesen Sommer wieder gut ins Training eingestiegen. Die Trainingskilometer sind zwar insgesamt noch niedrig dieses Jahr (die erste Jahreshälfte habe ich noch nicht wieder voll trainiert), aber meine Motivation und der Wille sind hoch!

Und da ich Ziele brauche, um effektiv zu trainieren, habe ich mir eben zwei Ultras für das kommende Jahr in den Terminkalender gesetzt.

Und zum Abschluss noch ein paar Fotos vom letzten Lauf. Das waren zwar nur 25km, aber ich habe die mit so lockeren Beinen gelaufen und war auch hinterher wenig angestrengt, wie lange nicht mehr.

Auf gehts in den Sonnenaufgang:

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Irgendwelche Idioten haben Nachts den Gullideckel auf einem Radweg rausgehoben. Wie gefährlich, wenn man dort schnell und/ oder im Dunklen lang fährt! Ich habe den dann wieder reingezogen (sind übrigens sauschwer, die Dinger):

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Sonnenaufgang und Nebel in den Feldern:

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Und ein sonntäglicher Flohmarkt wird aufgebaut:

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Rund um Iserlohn: Letmathe – Reingsen – Letmathe

Letzten Sonntag stand der zweite Tag meines „Rund um Iserlohn“-Projekts an. Pünktlich um 05.00 Uhr klingelte der Wecker. Leise aufgestanden, damit der Rest der Familie noch den Sonntagmorgen in Ruhe verschlafen kann, Kaffeemaschine an, noch kurz die Route gecheckt, eine Banane gegessen, Geraffel gepackt und los gehts. Das Übliche eben.  Glücklicherweise hatte ich am Vorabend meine Trinkblase vorbereitet und in den Kühlschrank über Nacht gelegt. So hatte ich zumindest die erste Zeit eine schöne kalte Erfrischung.

In Letmathe ging es dann am Bahnhof los. Parallell zur Lenne durch ein Wohngebiet. Nach knapp 1,5km bog dann die Strecke aber zum Glück in den Wald ab. Danach nochmal ein Stückchen Industriegebiet, die A 46 überquert und dann wieder in den Wald, den Schälk (ein Hügel mit gleichnamiger Straße in Iserlohn) hinauf. Hier gab es unterwegs noch einen Hinweis „Turm“, den habe ich aber erst auf dem Rückweg besichtigt. Auf dem Schälk oben angekommen ging es dann parallell zum Bürenbruch Richtung Reingsen (Ortsteile die zwischen Iserlohn und Schwerte liegen). Hier hatte ich etwas über 10km auf der Garmin stehen. Und da in letzter Zeit die langen Läufe etwas kurz gekommen sind (Achtung! Beachtet bitte das Wortspiel!), machte ich mich hier wieder auf den Rückweg. Langsam steigern eben 😉 Auf dem Rückweg habe ich dann auch noch den Turm besichtigt. Wusste gar nicht, dass hier so etwas steht.

Lasst die Fotos für sich sprechen 🙂

Eine Brücke über der Lenne mit Schlössern für die Verliebten:

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Sonnenaufgang über Letmathe:

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Der Bahnhof von Letmathe:

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Hier gehts los, immer dem Zeichen nach:

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Stand in der neuen Trail nicht etwas über Treppentraining als Ersatz für Bergläufe?

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Sogar hieran wurde auf der Strecke gedacht. 😉

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Hier wurde noch geschlafen. Also leise vorbei!

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Alte Straßenschilder werden zu neuen umfunktioniert. Auf der Vorderseite war der Hinweis auf einen Wanderparkplatz.

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Ein scheues Reh:

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Die Strecke ist (fast) durchgehend) gut gekennzeichnet:

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Der Schälk, die höchste Stelle an diesem Tag. Mit Blick übers Ruhrtal (erstes Foto) und Blick über Letmathe:

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Kurz abgebogen und diesen tollen Aussichtsturm entdeckt:

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Ob ich befugt bin?

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Ende! Etwas über 21km in gemütlichen 2h 46min. Auf nach Hause frühstücken!

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Meine Hokas:

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Ich hab ne Dreck-Leggings an! 😉

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Impressionen

Ein paar Bilder, die noch dringend gebloggt werden müssen 😉

Auf einer meiner Strecken liegt auf einem Hügel ein Hochsitz, von dem man einen wunderbaren Blick über Iserlohn hat:

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Manche Menschen meinen leider, der Wald sei ihre persönliche Müllkippe. Was ich allerdings noch viel weniger verstehe: in Iserlohn kann man entweder seinen Sperrmüll zu Hause abholen lassen oder zu einem sogenannten Bringhof bringen. Und zwar kostenfrei! Warum manche sich hier die Mühe machen, ihren Müll im Wald abzuladen, erschließt sich mir da noch einmal weniger:

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Projekte

In meinem Kopf sind inzwischen zwei Projekte gereift, die ich durchführen will.

Projekt 1: Die Umrundung Iserlohns

Es existiert ein Rundweg um Iserlohn, der 62km beträgt. In einer Broschüre, ab Seite 11, ist dieser Rundweg aufgeführt, der zum Wandern in fünf Etappen beschrieben wird. Mein Ziel ist es natürlich diesen Rundweg in einer Etappe zu erlaufen. Dies ist mein Plan für das ab jetzt kommende Laufjahr. Da ich bisher erst einen Marathon gelaufen bin, bedarf es da noch einiger Vorbereitungszeit. Wenn alles klappt, so wie ich es plane, hoffe ich kommendes Jahr um diese Zeit soweit zu sein, diesen Rundlauf anzutreten. In nächster Zeit werde ich die einzelnen Teilabschnitte einzeln ablaufen. Danach die Abschnitte größer werden lassen, um letztendlich die komplette Strecke abzulaufen.

Projekt 2: Die Sauerland-Waldroute

Die Sauerland-Waldroute ist eine 240km lange Wanderstrecke von Iserlohn nach Marsberg. Ich habe vor, diese Strecke als Etappenlauf zu absolvieren. Wie und wann steht noch in den Sternen. Aber Ideen müssen ja erstmal in den Köpfen reifen, bevor sie umgesetzt werden können. Ich denke, dieser Plan wird noch einige Jahre auf sich warten lassen müssen. Wie oben bereits geschrieben: ich bin dieses Jahr erst meinen ersten Marathon gelaufen. Da bedarf es noch des einen oder anderen Laufkilometers, um dieses Projekt zu absolvieren. Und da solch ein Projekt auch ein entsprechendes Training erfordert, ist auch klar, dass ich für dieses Training eben auch die entsprechende Zeit werde aufbringen müssen. Mit Familie wird dies sowieso eine organisatorische Herausforderung, mit einem Kleinkind ist mir dieses Projekt noch zu ambitioniert. Da wird meine Zeit anders benötigt. Starten wir dieses Jahr mit Projekt 1 und sehen dann, wann ich Projekt 2 angehen kann.

Bei beiden Projekten freue ich mich im übrigen über Mitstreiter*innen, die mit mir laufen möchten. Termine (Zeit und Ort) werde ich hier im Blog oder auch bei Facebook bekanntgeben.

Der erste…

…“Wettkampf“ des Jahres steht in meiner Terminplanung: der 24-Stunden-Lauf am Seilersee.

Wobei dieser Lauf für mich keinen Wettkampf im klassischen Sinne darstellt, höchstens gegen mich selbst… Ziel ist es (für mich), einfach soweit zu kommen, wie es geht.

Ich werde, wenn alles gut geht, dort dieses Jahr zum dritten Mal starten.

Im ersten Jahr war ich als sog. „Freerunner“ dort. Man startet wann man will und läuft so lange, wie man lustig ist. Auf Grund fieser Knieprobleme musste ich leider nach 15km aussteigen.

Das Jahr danach (2012) hatte ich mich für den 6h-Lauf angemeldet. Nach 3h30min und 30km habe ich auch diesen Lauf beendet.

Dieses Jahr werde ich wieder als Freerunner starten. Ich möchte einfach so laufen, wie ich Spaß habe und mich keinem Erwartungen aussetzen, die ich vielleicht nicht erfüllen kann.

Legt man die letzten beiden Jahre zugrunde, müssten dieses Jahr entweder 45km oder 60km drin sein (ja nach Muster, welches man hier erkennen könnte 😉 ), Aber wie gesagt: kein falscher Druck!

Dann noch etwas in eigener Sache:

Ich habe diesen Blog mit Facebook diskonnektiert (und werde dort ausmisten!). Nach einigen Überlegungen und verschiedenen Anstößen aus meinem Umfeld, werde ich dort (bei fb) meine Aktivitäten und meinen „Freundeskreis“ verringern.

Also: wer meinen Blog lesen möchte, sollte diesen nicht über Networked-Blogs o.ä. abboniert haben, sondern hier persönlich vorbeischauen.

Frauen und Laufen

Zwei Wochen war ich jetzt nicht laufen, aus diversen Gründen: Krankheit der besten Ehefrau der Welt, Schulabschluss von der Grundschule von der großen Kleinen, Arbeit, und und und…

Gestern habe ich dann meine 5km Hausrunde unter die Füße genommen, um wenigstens etwas Bewegung zu bekommen.

Jetzt muss man wissen, dass wir in direkter Nachbarschaft zum Iserlohner Schützenfest wohnen. Weiter muss man wissen, dass das Schützenfest in Iserlohn nicht vergleichbar mit einem klassichen Dorf-Schützenfest zu vergleichen ist.

Die Besucherzahlen gehen in die mehreren Zehntausend. Um dies zu bewerkstelligen, wird ein Parkähnliches Gelände (die Alexanderhöhe) abgesperrt. Besuch des Festplatzes ist nur gegen ein saftiges Eintrittsgeld möglich.

Für viele Iserlohner_innen ist dies das größte Ereignis des Jahres. Es wird der Terminkalender darauf abgestimmt und Urlaub genommen. Für mich ist es seit Jugendjahren die hirnrissigste Veranstaltung, die ich kenne.

Nichtdestotrotz wusste ich das alles natürlich bei der Auswahl unserer Wohnung, und nehme das alles einmal im Jahr in Kauf.

Nun gut, gestern startete also das Schützenfest und ich meine Laufrunde.

Vor meiner Haustür flanierte ein mittelaltesDamenpaar (50+), die eine Hälfte im geschmackvollen Tiger-Minirock, aufgebretzelt für die Festivitäten. Schnell vorbeigelaufen. Meine Runde führt mich direkt am Festplatz vorbei, daher Gas gegeben und ab in den Wald. Dort am Rupenteich angekommen: Horden von Jugendlichen, offensichtlich wurde der letzte Schultag gefeiert. Gas geben. Ich werde auf keinen Fall vor besoffenen 16jährigen mein Tempo drosseln. Dann kam mir eine attraktive, drahtige Spaziergängerin mit Hund entgegen. Weiter Tempo halten und freundlich Grüßen.

Da ich jetzt eh schonmal im flotten Tempo unterwegs war, konnte ich das auch weiter halten. Den nächsten langgezoggenen Anstieg. Was seh ich da?! Zwei Nordic-Walkerinnen vor mir, Ende zwanzig, Anfang dreißig. Mist! Der Berg zieht sich aber noch. Aber sich vor der holden Weiblichkeit die Blöße geben und Tempo rausnehmen? Auf keine Fall!

Also Tempo halten und los.

Kurz hinter den beiden Damen. Ein erschrecktes „Haha! Da schleicht sich ja jemand von hinten an!“ Ähm ja. (Dann kann mein Dampflok-Schnaufen ja nicht ganz so schlimm sein…) „Haha! Nabend. Haha!“

An den beiden vorbei (verdammt, jetzt wirds aber anstrengend!). Der Berg zieht sich noch… Tempo raus? Hinter der nächsten Kurve. Obwohl, die beiden waren ja jetzt nicht sooo langsam. Also noch eine Kurve weiter, quasi als Sicherheitsabstand.

Dann bin ich auch endlich schon den Berg rauf. Langsam traben ist angesagt. Blick auf die Garmin: nur noch eine Pace von 7:15. Quasi Wandertempo.

Dann locker den Berg wieder runter. Was elegant vonstatten gehen sollte, ist ein hoppelndes Fortbewegen, immernoch in absoluter Sauerstoffschuld. Unten angekommen gehts langsam wieder.

Ab jetzt gehts eh nur noch flach oder Berg ab. Tempo wieder aufgenommen und los gehts. Die Runde schaffe ich zwar nicht unter 30 Minuten. Aber nach zwei Wochen Nichtstun und 2kg mehr auf der Waagesind 31min 34sec völlig akzeptabel. Insbesondere weil ich die Runde sowieso noch nie unter 30 geschafft habe.

Fazit: die holde Weiblichkeit ist immer noch der beste Pace-Maker.