Warum?

.. frage ich mich, soll ich in einer Halle im Kreis laufen, wenn ich das noch viel besser direkt in der Natur erleben darf?

Während heute morgen bereits auf Facebook gespostet wurde, dass die ersten Läufer sich auf den Weg nach Dortmund machen würden, habe ich meinen Rucksack geschnürt, um direkt vor der Haustür laufen zu gehen.

Beidesmal soll es sich angeblich um das gleiche Hobby handeln: Trail-Running.

Für mich ist das, was in Dortmund veranstaltet wird, genauso wenig Trail-Running, wie z.B. der Strong-Man-Run. Sicher, beides kann Spaß machen. Aber deswegen ist es noch lange nicht das Gleiche. Kein Mensch käme schließlich auf die Idee, Tischtennis und Tennis als das Gleiche zu bezeichnen…

Soviel dazu.

Ich bin heute also früh raus, mit dem Ziel, mein Laufrevier etwas zu erweitern. Zuerst ging es über altbekannte Wege Richtung Hasberg. Allerdings war nach 15 Minuten bereits der Schlauch meines Trinkrucksacks eingefroren. Anfangs konnte ich das Eis noch rausschütteln, später war der Schlauch allerdings komplett zu.

Notiz an mich: bei dem Wetter am besten warmen, gesüßten Tee in Thermos-Flasche o.ä.mitnehmen.

Am Hasberg angekommen bin ich dann weiter Richtung Ihmert, bin allerdings vorher abgebogen und wieder Richtung Kesbern gelaufen.

Von dort aus dann wieder im Bogen über die Silvesterlauf-Runde nach Hause.

Zwischenzeitlich waren mir dann auch mein Buff, meine Mütze und meine Handschuhe eingefroren.

Zu Hause angekommen habe ich dann gesehen, dass der Schweiß auf der Innenseite meiner Jacke gefroren war.

Ich glaube, ich muss demnächst nochmal nach Wattenscheid und mich angemessener einkleiden.

Und wer jetzt immer noch meint, Trailrunning sei Laufen in einer Halle… dem ist auch nicht mehr zu helfen.

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Heute gibt es keine Bilder…

… dafür aber mehr Text 😉

Die Nacht war leider etwas unruhig, da die „Lütte“ sich immer wieder mal gemeldet hat. Dafür war ich dann aber auch schon um kurz vor 6 auf und konnte dann um 7.00 Uhr starten.

Los ging es noch mit der Stirnlampe, über den Fahradweg von Iserlohn nach Hemer. Dort über den Duloh, wo ich dann bei einer kleinen Pinkelpause Handschuhe und Lampe im Rucksack verstaut habe. Schade, dass ich heute keine Kamera dabei hatte. Der Blick über das erwachende Städtchen in der Morgensonne und dabei über gefrorene Wiesen laufen: unbezahlbar!

In Hemer (die Stadt ist dann bei Nähe betrachtet gar nicht mehr so schön… 😉 ) dann schnell Richtung Landhausen. Eigentlich wollte ich bis Landhausen laufen, dort in den Wald abbiegen und über den Bismarck-Turm zurück.

Allerdings erblickte ich dann unterwegs einen kleinen Feldweg, der mich an Kindheitstage erinnerte. Hier habe ich manche Runde mit dem BMX gedreht und weiter oben gabs ein Wäldchen, in dem wir als Kinder oft unterwegs waren. Eigentlich müsste ich hier doch parallel zur geplanten Route laufen können?!

Tja, entweder waren die Wege aus Kindertagen einfach nur zugewuchert oder wir haben Wege gesehen, wo nur Sträucher waren. Egal. Hier musste ich allerdings wegen unwegsamen Gelände streckenweise gehen. Irgendwann bin ich dann doch wieder auf befestigte Wege gestoßen (sollte doch heute eigentlich mein Straßenlauf-Tag werden). Von dort gings dann tatsächlich zum Bismarckturm, von dort zum Seilersee und dann wieder nach Hause.

Zwischenstopp beim Bäcker: Croissants und Brötchen für die Familie einkaufen und auf nach Hause. Zur Familie, Dusche und Kakao (ich liebe Kakao nach langen Läufen!).

Allerdings standen hinterher auf der Garmin nur knapp 15km.

Eigentlich hatte ich mit mehr km gerechnet. Und meine Kondition, musste ich heute feststellen, reicht noch nicht annähernd für 6h am Seilersee.

Also: mehr lange Läufe in nächster Zeit!

Die heutige Strecke:

Iserlohn-Alexanderhöhe/Hemer/Iserlohn von philipptessin bei Garmin Connect – Details.

15.01.2012

Zuerst habe ich die Große am Reitstall abgesetzt und habe mich von dort aus auf den Weg in den Wald gemacht. Strecke ging als grob von Sümmern (fast Platte Heide) – Hemer/Stübecken, von hier im Bogen über den Gaxberg wieder nach Sümmern.

Schöne Trails (vom Waldweg bis zum Single-Trail wieder alles dabei), nur leider die letzten 2km musste ich komplett über Asphalt zurück.

Auf der Strecke eine alte, stillgelegte Schießanlage der Bundeswehr „getroffen“, einen Bogen um ein Umspannungswerk gemacht (klingt schon unheimlich, so ein Brummen bis tief in den Wald). Bild ich mir das eigentlich ein, oder machen Tiere einen Bogen um so ein riesiges Elektro-Smog-Feld? Zumindest meine ich, in Reichweite des Werkes keinen einzigen Vogel gehört zu haben.

Dafür abseits der großen Waldpisten ein paar Rehe augescheucht. Schon toll, diese Tiere fast in Reichweite zu erleben.

Was mich allerdings immer wieder aufregt, ist der Müll, den die Menschen im Wald hinterlassen. Erst wollte ich eine Fotoserie dazu machen. Einfach um drauf aufmerksam zu machen.

Habe mich aber dann dagegen entschieden… ich würde kaum noch zum Laufen kommen.

Am Stall wieder angekommen, meinte die Reitlehrerin, ich würde „dampfen wie ein Pferd“ 😉

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04.01.12: Nachtlauf

Am Mittwoch habe ich mich auf zum ersten ausgedehnten Nachtlauf des Jahres gemacht. Gegen 21.00 Uhr bin ich los,da war es noch trocken und wenig windig.

Da die Tage vorher es recht stürmisch und regnerisch war, sah mein erster Single-Trail auch gleich wie eine langgezogenen Pfütze aus und bald hatte ich mein erstes Hindernis im Weg. Die Nacht vorher hatte es einen Baum gefällt.

Also drüber geklettert und fix weiter. Die kommenden 3km gings dann erstmal über Forstwege weiter. Hier frischte es auf den offen liegenden Stellen schon deutlich auf. An einer Stelle habe ich sogar kurz überlegt den Lauf abzubrechen, weil der Wind dann doch so stark wurde, dass ich nicht sicher war, ob nicht doch Bäume umstürzen könnten. Entschied mich aber erstmal weiterzulaufen. Lag doch nur ein paar Meter weiter eine Abzweigung, an der ich direkt hätte nach Hause laufen können, falls nötig. Der Wind ließ dann auch wieder nach. Auf dem Rückweg wehte der Wind übrigens an der gleichen Stelle ebenso stark. Scheint also einfach eine „stürmische Ecke“ zu sein 😉

Das Wetter wurde ab jetzt zunehmend schlechter: Schneeregen abwechselnd mit Graupel. Die Wege führten mich abwechselnd über Single-Trails und Waldwege bis zum Hasberg hinauf. Dort lege ich normalerweise eine kleine Pause ein, trinke etwas und esse einen Riegel. Allerdings war ich inzwischen so durchnässt und es schneeregnete weiter, dass ich direkt durchgelaufen bin.

Von hier wollte ich eigentlich von einem Single-Trail auf Off-Trail wechseln und eine Hang hinab mit anschließender Bachquerung… soweit der Plan.

Allerdings habe ich im Dunkeln trotz Lampe wohl irgendwo die Abzweigung verpasst und stand auf einmal auf einem mir unbekannten Weg. Der Dunkelheit und dem Wetter geschuldet habe ich mich dann an Häusern orientiert, in der Hoffnung auf mir bekannte Straßen zu stoßen.

So bin ich dann auch in Kesbern rausgekommen. Dort den Sturmweg entlang (der seinem Namen alle Ehre machte: ich musste mit dem Gesicht zur Seite gedreht laufen, weil es mir dermaßen stark Graupelschauer ins Gesicht trieb).

Ab da ging es dann über bekannte Wege nach Hause, so dass ich nach 2.20h wieder zu Hause und unter der heißen Dusche war.

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Einmal Deilinghofen-Iserlohn, bitte.

Meine Frau wollte gestern mit einer Freundin nach Deilinghofen, um sich ein Haus anzuschauen. Gelegenheit für mich, neue Laufstrecken auszuprobieren. Googles Routenplaner gibt für die Strecke knappe 10km an. Allerdings nur Straße. Und Straße will ich nicht.

Also per Google Earth einen groben Überblick über das Gelände verschafft und Ausrüstung für einen deutlich längeren Lauf zusammengesucht (das sollte sich noch als weitsichtig erweisen): gut gefüllter Trinkrucksack, zwei Energy-Riegel, Stirnlampe, Geld und Handy.

Nach gemeinsamer Hausbesichtigung habe ich mich dann verabschiedet und habe mir einen Weg durch das Wohngebiet zum angrenzenden Wald gesucht. Dort erstmal den Hügel komplett rauf, in der Hoffnung, die Kuppe in die gewünschte Richtung weiterlaufen zu können. Das hat auch soweit geklappt.

Die erste Hürde stellte sich dann in Form des ersten zu durchquerenden Tals ein. Der Weg lief zwar parallel zur Straße, die dem Stephanopler-Tal folgt, aber es gab keine Möglichkeit zum Abstieg. Auch Off-Trail nicht. Als ich dann endlich einen Abstieg gefunden habe, musste ich dann wieder die gleiche Richtung zurücklaufen. An einer Schnellstraße mit kaum nennenswerten Seitenrand (von einem Bürgersteig mal ganz zu schweigen).

Nach 10 Laufminuten habe ich dann endlich einen Weg gefunden, dem Tal zu entrinnen. Bis hierhin war ich bereits eine knappe Stunde unterwegs. Also weit hinter meiner angepeilten Zeit.

Hier ging es zunächst über eine geschotterte Forstpiste auf einen Waldweg, und dann durch schöne Trails quer durch den herbstlichen Wald. Nachteil war nur, dass ich, da ich die Gegend nicht kannte, zwar ungefähr in die richtige Richtung gelaufen bin. Aber eben nur ungefähr. Nach knapp einer weiteren Stunde stand ich dann auf einer Kuppe und schaute im Tal auf eine mir bekannte S-Kurve. Mist! Da war ich eindeutig zu weit nördlich gelaufen und stand nun in Hemer. Dabei wollte ich doch deutlich weiter südlich durch die Wälder bei Kesbern. Und dahin zu laufen war mit jetzt zu weit. Also einen Weg durch den Wald runter zur Straße suchen. Von dort aus wollte ich dann Richtung Iserlohn, entweder auf den Radweg oder parallel zu diesem wieder in den Wald.

Aber dann hat irgendjemand mitten in den Wald einen Zaun gebaut! Naja, irgendwo mussten die angrenzenden Grundstücke ja enden. Dumm war nur, dass ich tatsächlich in einer Art Sackgasse gelandet war. Nur Zäune um mich herum! Also wieder umdrehen und woanders den Abstieg zur Straße suchen. Belohnt wurde ich für diesen Umweg allerdings mit einem wunderschönen Singletrail. Nur wer den Klappstuhl mitten im Wald abgestellt hat, hat sich mir bis jetzt noch nicht erschlossen.

Auf der Straße angekommen, ein kurzer Anruf zu Hause, dass der Lauf doch etwas länger dauert als geplant. Allerdings haben mich die Aussicht auf frischen Kuchen schwach werden lassen und ich habe das Angebot angenommen, mich ab hier abholen zu lassen.

Ich bin dann meiner Frau entgegengelaufen und wurde zu Hause neben Kuchen noch mit Kakao und einer heißen Dusche verwöhnt.

Laufzeit: 2h29min.

Es hat sich gelohnt.

Impressionen vom Hasberg/Hemer