Weiter läufts…

Lange habe ich nichts mehr hier geschrieben.

Dafür gab es Gründe.

Einer davon ist/war mein gesundheitlicher Zustand. Ich hatte 2014 einen Hb-relevanten Eisenmangel (für die nicht-medizinisch Vorgebildeten: ich hatte zu wenig Eisen im Körper und deswegen eine Blutarmut). Der Grund dafür hat sich bis heute nicht ganz geklärt. Meine Ärztin vermutet ein versteckte Blutung (bei Untersuchungen kam aber nichts raus), evtl. meine vegane Ernährung. Vielleicht auch ein Mix aus beidem. Oder was ganz anderes.

Andere Gründe gehören nicht in meinen Blog. Zumindest jetzt noch nicht…

Ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder mehr schreiben werde und Euch mit meinen Lauferlebnissen nerven werde.

Hier könnt Ihr mich dann in Zukunft wieder treffen:

25./26.04.2015 24h-Seilerseelauf: Da werde ich aber nur locker um den See joggen, Leute treffen und quatschen. Freue mich schon auf Euch!

12.06.2015 Ruhrstadtlauf in Schwerte (10km)

05.09.2015 P-Weg-HM: Verdammt! Der P-Weg-HM war schon einen Tag nach Eröffnung für die Anmeldung ausgebucht. Da stehe ich jetzt auf der Warteliste. Drückt mir die Daumen. Eigentlich wollte ich den Marathon laufen. Aber im April erst knapp 100km dieses Jahr gelaufen… da wollen wir mal realistisch bleiben.

20.09.2015 Hospizlauf Schwerte

03.10.2015 Radio-MK-Lauf in Hemer (10km)

Und wenn ich fit bin, werde ich irgendwo im Herbst einen Marathon laufen.

 

 

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P-Weg-HM 2013

Das war er also: der P-Weg. Die Veranstaltung, von der ich schon viel gehört hatte. Der ich einen gehörigen Respekt entgegenbrachte. Letztes Jahr wollte ich eigentlich schon zum Halbmarathon. Hatte aber wegen akutem Trainingsmangel kurzerhand abgesagt. Aber dieses Jahr sollte es klappen.

Um kurz nach acht ging es dann am Samstag los. Ca. 45 Minuten durchs verregnete Sauerland, bis ich dann in Plettenberg ankam. Laut Webseite sollten die Parkplätze auch für Ortsunkundige durch angemessene Beschilderung gut zu finden sein. Ein Parkplatz war auch schnell gefunden. Aber wohin jetzt? Hier fehlte jeder Hinweis auf den Lauf. Zum Glück war ein Mitläufer anhand seiner Kleidung schnell ausgemacht und dieser zeigte mir dann freundlicherweise auch den Weg.

Kaum am Startbüro angekommen, klingelte mein Handy und meine Laufbegleitung kündigte sich. Kurz darauf trafen wir uns dann am Eingang und holten gemeinsam unsere Unterlagen ab. Und hier zeigt sich bereits, wie gut der Lauf organisiert ist. Im Prinzip ohne Wartezeit konnten die  Unterlagen an drei verschiedenen Stellen abgeholt werden (getrennt für Biker, Läufer und Walker). Danach haben wir uns noch etwas die Zeit vertrieben und die Stimmung genossen, bevor es dann auf die Strecke ging. Etwas störend empfand ich eine Mitläuferin, die mit ihrem Hund mitten im Startpulk stand. das arme Tier hatte offensichtlich auf Grund der Menschenmassen Angst, saß zitternd auf der Erde und wurde die ganze Zeit von der Besitzerin gestreichelt und beruhigt. Ich finde, Tiere haben auf so einer Veranstaltung nichts verloren. Oder wenn ich mit meinem Hund starten „muss“, dann doch bitte ganz hinten, wo auch Platz für das Tier ist.

Abgesehen von diesem Ereignis, ging es dann gutgelaunt los. Die Stimmung an der Strecke war wirklich fantastisch! Durch die Innenstadt und Wohngebiete wurden wir, bis es auf die ersten Waldwege ging, frenetisch von den Zuschauern gefeiert. Und auch an Kreuzungen oder in Ortschaften standen immer wieder Zuschauer, die einen angefeuert haben und Volksfeststimmung verbreitet haben. Toll!

Das Höhenprofil des Laufs versprach über 640m Höhenmeter und gerade auf der ersten Hälfte ordentliche Anstiege. Folgereichtig ging es die ersten zwei Kilometer auch kosnequent bergauf, bis der erste Weg mehr oder weniger eben verlief. Insgesamt waren die ersten 11km mit heftigen Anstiegen gespickt, die „uns Hobbyläufer“ immer wieder in einen zügigen Gehschritt zwangen. Dafür sollte die zweite Hälfte dann „unterm Strich“ aber wieder nach unten gehen (natürlich nicht ohne hier und da trotzdem noch einen kleinen Anstieg einzubauen). Und war die erste Hälfte schon toll, war die zweite Hälfte genial. Denn hier kamen sie: die kleinen Singletrails. Hier hatte ich Gelegenheit richtig Gas zu geben. Vor mir liefen viele nun langsam und vorsichtig die Wege runter, während ich wie bekloppt die Trails hinunter rannte. Die letzten 5km verliefen sogar fast ausschließlich auf einem kleinen  Trail, anstatt der Waldwege vorher. Hatte ich vorher ordentlich mit den Anstiegen zu kämpfen, schaffte ich hier zwischenzeitlich eine Pace von 4:30min. Was für mich richtig schnell ist.

Die letzten 1,5km oder so verliefen dann wieder auf Asphalt durch die Stadt zum Ziel. Hier war ich kurz irritiert, als ich dachte, ich wäre schon im Ziel, musste jedoch noch knapp 700m. Hier fiel mir das erneute Anlaufen richtig schwer. Und dann kam es endlich: das „richtige“ Ziel.

Finish in 2h 29min. Ziel erreicht: unter 2h 30min.

Und hätte ich mich nicht vorher vertan, wäre bestimmt noch eine Minute weniger drin gewesen.

Danach noch zwei alkfreie Weizenbier, zwei Bananen und zur Massage (danke nochmal für den Einsatz der Ehrenamtlichen), ein kurzer Anruf zu Hause und Rückfahrt.

Fazit: nächstes Jahr wieder. Und wenn ich das Jahr verletzungsfrei überstehe, vielleicht sogar den „Ganzen“.

Am nächsten Tag stand dann noch der Hospizlauf in Schwerte an. Da wurden es dann nochmal 22km.

Und hier ein paar Fotos aus Plettenberg, in Schwerte habe ich leider nicht fotografiert.

Der Startbereich (hier wirds gleich voll):

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Beste Organisation im Startbüro:

 

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Für Unterhaltung war gesorgt:

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Noch gehts allen gut:

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Jetzt gehts los!

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Regen war ein ständiger Begleiter auf dem Lauf:

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Glückliche Finisher:

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Spontaner Wettkampf

Letzte Woche war, trainingsmäßig gesehen, Mist.

Nach meinem langen Lauf am Sonntag, hatte es mich dann am Anfang der Woche erwischt:

Halsschmerzen, Schlappheit,… krank eben.

Open Window-Effekt?

Dann sprach mich eine Lauf- und Arbeitskollegin an, ob ich nicht den Ergster Cross-Lauf mitmachen wolle.

Spontan erstmal abgesagt.

Gegen Ende der Woche ging es mir dann aber zusehends besser.

Also Freitags beschlossen: ich laufe mit.

Samstags kurz via Facebook der Kollegin bescheid gegeben.

Der Lauf sollte um 16.00 Uhr starten. Nachmelden bis eine Stunde vorher. Also war ich brav um 14.30 Uhr da. Fix nachgemeldet. Dann warten. Es war zwar sonnig, aber lausig kalt! Also Sporttasche aus dem Auto geholt und ab in die Umkleide. Dort eine Jogging-Hose über die 3/4-Tight, und noch den warmen Salomon-Kapu über das Lauftrikot und unter die Softshell, Handschuhe an. Dann wars erträglich.

Um 15.30 Uhr kam dann meine Kollegin mit Freundin an. Kurz vorgestellt, alle Mann/Frau aufs Klo und dann einlaufen.

Pünktlich um 16.00 Uhr war dann der Startschuss.

Die angetretene Garde hatte mich vorher schon etwas beunruhigt. Die Strecke sollte etwas unter 7km sein und sich auf 6 Runden aufteilen. Und da standen nur so askethische und athletische Renner. Mit denen sollte ich mitlaufen? Mir wurde etwas bang ums Herz.

Die erste Runde habe ich mich dann auch von dem schnellen Tempo mitziehen lassen. Um dann ab der zweiten Runde mich gepflegt hinten einzusortieren und schnaufend hinterher zu rennen.

Die Strecke war ein Rundkurs durch ein Waldstück. Erst einen matschigen Anstieg rauf, dann etwas matschige Buckelpiste, dann über Laub und etwas weniger Matsch erst gerade dann bergab, um danach über einen Forstweg (kaum Matsch) wieder den Kreis zu schließen. Start und Ziel lagen auf dem angrenzenden Sportplatz.

Fazit: Strecke schön. Stimmung gut. Starkes Läuferfeld. Das alles für €6. Kann man nicht meckern.

Am Sonntag gabs dann regeneratives Schlittschuhlaufen mit der Familie und dann diese Woche wieder hoffentlich reguläre Laufeinheiten.

Zeitungsartikel mit Fotostrecke hier.

Der erste…

…“Wettkampf“ des Jahres steht in meiner Terminplanung: der 24-Stunden-Lauf am Seilersee.

Wobei dieser Lauf für mich keinen Wettkampf im klassischen Sinne darstellt, höchstens gegen mich selbst… Ziel ist es (für mich), einfach soweit zu kommen, wie es geht.

Ich werde, wenn alles gut geht, dort dieses Jahr zum dritten Mal starten.

Im ersten Jahr war ich als sog. „Freerunner“ dort. Man startet wann man will und läuft so lange, wie man lustig ist. Auf Grund fieser Knieprobleme musste ich leider nach 15km aussteigen.

Das Jahr danach (2012) hatte ich mich für den 6h-Lauf angemeldet. Nach 3h30min und 30km habe ich auch diesen Lauf beendet.

Dieses Jahr werde ich wieder als Freerunner starten. Ich möchte einfach so laufen, wie ich Spaß habe und mich keinem Erwartungen aussetzen, die ich vielleicht nicht erfüllen kann.

Legt man die letzten beiden Jahre zugrunde, müssten dieses Jahr entweder 45km oder 60km drin sein (ja nach Muster, welches man hier erkennen könnte 😉 ), Aber wie gesagt: kein falscher Druck!

Dann noch etwas in eigener Sache:

Ich habe diesen Blog mit Facebook diskonnektiert (und werde dort ausmisten!). Nach einigen Überlegungen und verschiedenen Anstößen aus meinem Umfeld, werde ich dort (bei fb) meine Aktivitäten und meinen „Freundeskreis“ verringern.

Also: wer meinen Blog lesen möchte, sollte diesen nicht über Networked-Blogs o.ä. abboniert haben, sondern hier persönlich vorbeischauen.

Ruhrstadtlauf 2012

Damit ist der Ruhrstadtlauf in Schwerte ebenfalls für dieses Jahr erledigt.

Ich hatte erst etwas Sorge, ob ich überhaupt starten kann bzw. den Lauf erfolgreich beenden werde. Ich hatte mir den Dienstag vorher eine Überlastung am rechten Fuß zugezogen: Schmerzen an der äußeren Unterseite. Mein Verdacht: eine Tendovaginitis.

Ich habe dann für den Lauf meine Hokas angezogen. Eigentlich ein Schuh für längere Strecken. Aber da die meine neuesten sind und gut gedämpft, habe ich die zum Schutz meiner überlasteten Füße ausgewählt.

Pünktlich um 19:35 ging es dann los.

Die Strecke war ein Rundlauf von ca. 1,4km der siebenmal absolviert werden musste plus Vorstart, um auf die 10km zu kommen. Der Lauf ging von der Rohrmeisterei durch die Ruhrwiesen und durch eine Kleingartenanlage und war extrem flach (27 Höhenmeter auf die gesamte Distanz).

Anfangs habe ich mich an andere Läufer geklemmt, die ungefähr eine Pace von 4:30-5:00 hatten. Eigentlich war klar, das die das Tempo nicht würde halten könne, aber ich wollte sehen, „was geht“.

Erwartungsgemäß kam nach ca. 5km der Einbruch und ich habe den Lauf in 58min (57:26 selbst gemessen) absolviert.

Mein Ziel: sub 60 habe ich damit erreicht.

Nächstes Jahr dann sub 55?

P-Weg

Anmeldung zum Halbmarathon am P-Weg ist erfolgt.

Ich freu mich!

Jetzt muss ich nur mein Trainign wieder konsequent aufnehmen. Ich habe seit dem Seilersee nämlich ganz schön schleifen gelassen.

Und ich habe einen neuen Laufbegleiter: Link.

Nach diesem Erlebnis war für mich klar, dass ich mir irgendetwas in dieser Art zulegen werde. Es gibt sogenannte Dazer (die arbeiten mit Ultraschall), sind aber wohl sehr groß und klobig und wirken „nur“ bei Tieren, nicht bei Menschen.

Nicht, dass ich gesteigerten Wert darauf lege, so etwas jemals einzusetzen, aber wenn ich schon sowas kaufe, dann soll es auch für alle potentiellen Angreifer einsetzbar sein.

Hoffen wir darauf, dass es auch weiterhin alles so glimpflich abläuft, wie bisher.

In diesem Sinne: Run free!

 

(Noch) kein Ultra

Der Seilersee-Lauf 2012 ist Geschichte.

Und wie der Titel schon sagt, habe ich meine gesteckten Ziele nicht erreichen können.

Aber fangen wir von vorne an.

Den Samstag-Morgen bin ich schon recht früh aufgestanden, hat mich doch meine Nervosität vor dem Lauf nicht länger schlafen lassen.

Kaffee anstellen, Duschen, rasieren. Warten.

Irgendwann wurde dann auch der Rest der Familie wach und es gab ein gemeinsames Frühstück.

Danach haben mich dann meine liebsten zum Seilersee gebracht. Ich wollte gerne früher da sein, um den einen oder anderen vor dem Lauf noch zu treffen.

So habe ich noch bei Rolli von Wat Läuft vorbeigeschaut, da ich sowieso neue Asphalt-Schuhe brauchte und habe mir die Hoka One Ones zugelegt. Dann noch den Soulrunner, die Claudia mit Nachwuchs und noch ein paar andere bekannte aber auch neue Gesichter getroffen.

Nach ein bisschen quasseln, nochmal die neuralgischen Stellen nachfetten, gings dann um 12.00 Uhr auf die Piste.

Inzwischen war es knüppelwarm geworden (auf dem Heimweg habe ich an einer Apotheke gemessene 29°C gesehen, und da hatten wir bereits späten Nachmittag!).

Die neuen Schuhe sollten gleich an Ort und Stelle getestet werden und liefen daher auch mit. Superleichtes Laufgefühl, nur die dicke Sohle verleitet etwas zum „Schlurfen“.

Die ersten Runden gingen trotz Hitze auch locker-leicht rum. Allerdings habe ich ab der zweiten Runde (eine Runde betrug ca. 1,7km) angefangen am VP zu trinken (wie die meisten, glaube ich).

Der Flüssigkeitsverlust war immens.

Ab Kilometer 20 merkte ich so langsam, dass es schwierig wurde. Hatte ich die ersten Runden in knapp 12min hinter mich gebracht, wurde es jetzt mit jeder Runde langsamer. Als ich dann nach 30km mir die Frage stellen musste: entweder die letzten zwei Stunden (30km in 4h!!!) gehend zu vollenden, oder eben abzubrechen, habe ich mich fürs Abbrechen entschieden.

Ich war nicht gekommen, um zu wandern!

Lieber ein ehrliches Ende als sich noch irgendwie über die Zeit würgen. Laufen soll ja schließlich Spaß bringen.

Also Rucksack geholt, schnell die Familie angerufen, die sich fast schon auf dem Heimweg befand, dass man doch mitkommt, am VP vorbei und noch etwas trinken und weg.

Meine Lehre daraus: der Sommer wird genutzt um Läufe bei fiesen Temperaturen zu trainieren und es müssen mehr lange Läufe werden.

Seilersee: wir sehen uns wieder!

Letztes Jahr waren es ja leider nur 14km wegen „Knie“, 2012 nur 4h und 30km, 2013 wirds dann klappen!

Da bin ich mir ganz sicher.

Und jetzt gehe ich gleich laufen! 🙂