Verletzungspause und „finstere“ Erlebnisse

Da ich momentan wegen einer heftigen Muskelzerrung (Muskelfaserriss?) in der Wade nicht laufen kann, werde ich heute über das andere Thema schreiben, mit dem ich mich gerne beschäftige: die tierleidsfreie Ernährung.

Einschub: Der Text ist in zwei Etappen entstanden. In meiner Laufpause habe ich Krafttraining gemacht und mich nicht genügend aufgewärmt. Dafür habe ich eine schlaflose Nacht verbracht mit ordentlichen Schmerzen in Nacken und Schulter. Dank einer äußerst lieben Kollegin aus der Physio bin ich heute wieder nahezu schmerzfrei: Massage, Ultraschall und Fango haben Wunder gewirkt. Danke!

Am Rande: Ich wünsche mir ein Jahr, in dem ich einfach mal ohne Verletzungen oder Erkrankungen durchlaufen kann! Das wäre toll. Danke.

Aber zum Thema:

Ich hatte von der besten aller Ehefrauen zum Geburtstag einen Tag geschenkt bekommen, von dem ich noch nicht wusste, was da passiert. Meine Eltern hatten mir zu diesem Tag die Kinderbetreuung geschenkt, so dass einem ausschweifenden Erlebnis nichts mehr im Wege stand 😉

Letzten Samstag war es dann soweit.

Da ich dringend meine Garderobe wieder aufstocken musste, sind wir zunächst in ein Outlet gefahren. Nähere Beschreibungen erspare ich euch an dieser Stelle. Nur soviel: Nie wieder! Ich bin einfach kein Mensch für solche Konsumtempel, in dem sich Menschen gegenseitig tottreten.

Nichtdestotrotz mussten noch ein paar Klamotten gekauft werden, was wir dann auch im konventionellen Einzelhandel zur Zufriedenheit aller erledigten.

Danach kam dann mein erstes Geschenk: das Top-Secret in Essen. Das ist eine Ausstellung zum Thema „Spionage“. In Zeiten von Edward Snowden, Prism und XKeyscore eigentlich ein aktuelles Thema. Jedoch ist diese Ausstellung eher als Erlebnisrunde für Kinder und Jugendliche konzipiert. Nett gemacht, aber nix für einen Besuch als Erwachsener alleine.

Danach ging es dann ins „Finster„. Das „Finster“ ist ein sogenanntes Dunkelrestaurant, also ein Restaurant in dem in absoluter Dunkelheit gespeist wird. Ziel ist es, für den Besucher ein Erlebnis zu schaffen, in dem eine künstliche Blindheit geschaffen wird und somit das Essen einen komplett anderen Kontext erhält. Neben dem geschmacklichen Erlebnis (da man ja nicht sieht, was man isst, achtet man viel mehr auf die Nahrung insgesamt: Geschmack, Temparatur, Konsistenz usw.), nimmt man auch seine Umgebung komplett anders war. So werden Gespräche im Raum von anderen Gästen viel deutlicher wahrgenommen und es entsteht eine gewisse Distanzlosigkeit. Man kommt mit seinen Tischnachbarn nahezu automatisch ins Gespräch.

Aber der Reihe nach.

Zunächst führte uns das Navi in ein Wohngebiet von Essen. Parplätze waren rar gesät, so dass wir gut daran taten, früh vor Ort zu sein. Im Restaurant selber meldet man sich dann an einer Art Empfang an und bestätigt sein Menü. Handies, Uhren und sonstige potentielle Lichtquellen müssen draussen bleiben (z.B. an der Garderobe). Da das Essen ja eine Überraschung sein soll, kann man lediglich zwischen verschiedenen Menüs wählen (z.B. Fisch, Rind, usw.), aber man weiß nicht, was konkret auf den Teller kommt. Erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass neben einem vegetarischen Menü, ein eigens ausgewiesenes veganes Menü existiert! Das hat mich natürlich sehr gefreut.Danach haben wir eine Nummer erhalten, mit dem Hinweis, dass der Kellner uns gleich abholen würde. Kurz darauf kam er auch. Ein blinder Kellner, der uns in einen Zwischenraum führte. Dort schien nur ein kleine Lampe und wir wurden darauf eingestimmt, wie es weitergehen sollte. Dann wurde das Licht gelöscht und die nächste Tür tat sich auf: es ging in den Gastraum. Wir fassten den Kellner an den Schultern und er führte uns zu unserem Tisch. Dort erklärte er uns, wo sich was auf dem Tisch befand und brachte uns noch ein Picollo mit zwei Gläsern (es war ja mein Geburtstagsgeschenk) mit den Worten: „Viel Spaß beim einschenken.“ Schäumender Sekt in absoluter Dunkelheit einzuschenken war eine kleine Herausforderung. Aber wofür hat man Finger?!

Danach kamen vier Gänge durchwachsenes Essen: die Suppe war klasse, der Salat gut, die Hauptspeise in Ordnung und der Nachtisch leider enttäuschend.

Der Essvorgang war natürlich an sich ein Erlebnis und mit viel Heiterkeit verbunden. Finger sind ein super Indikator, ob der Teller schon leer ist…

Zusammenfassend kann man sagen, dass es toll ist, dass ein Restaurant ein veganes Menü anbietet. Das Erlebnis „Dunkelrestaurant“ ist eine einmalige Erfahrung. Allerdings erwarte ich bei dem Preis ein deutlich gehobeneres Niveau was die Qualität des Essens betrifft. Hier muss ich leider feststellen, das hätte ich mindestens genauso gut kochen können.

Allerdings sind das Team des „Finster“ allesamt sehr nett gewesen. Jetzt müsst ihr „nur noch“ an der Küche arbeiten.

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(Voll)Mondscheinlauf

In der Nacht vom 18. auf den 19.10. gab es einen wunderschönen Vollmond. Ich war Freitagabends noch los auf meine Hausstrecke und hab mich fürchterlich geärgert, dass ich keinen Fotoapparat oder wenigstens mein Handy mitgenommen hatte. Der Mond hing fürchterlich kitschig und dramatisch, aber eben auch wunderschön über den Sauerländer Bergen.

Egal.

Auch wenn ich es nicht fotografieren konnte, so hatte ich doch einen tollen Lauf mit diesem wunderschönen Spektakel.

Am nächsten Morgen sollte es dann direkt wieder los auf meinen langen Lauf gehen. Irgendwas zwischen 20 und 30km (geworden sind es 22km).

Und ich hatte Glück: der Mond war noch nicht untergegangen. Schnell vor unserem Haus ein Foto geschossen und dann ging es mit Stirnlampe ab in die Dunkelheit.

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Noch ein Prachtexemplar von Fliegenpilz (für die Barbara 😉 ):

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Mit der Morgendämmerung konnte ich dann ein besonderes Spektakel erleben. Auf der einen Seite, im Westen, stand noch der Mond am Himmel, während im Osten bereits die Sonne aufging.

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Auf dem folgenden Foto ist noch der Mond zu sehen. Da hatten wir bereits 07.40 Uhr:

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Morgendlicher Blick über Iserlohn (Richtung Seilersee):

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Herbst-Impressionen

Immer wieder regt es mich auf, wenn meine sog. „Mitmenschen“ ihren Müll im Wald hinterlassen. Als Konsequenz daraus habe ich angefangen, bei meinen Spaziergängen Rucksack, Mülltüte und, ganz wichtig, Handschuhe mitzunehmen. Ich sehe mich zwar nicht dafür verantwortlich, von anderen den Müll wegzuräumen. Aber andererseits erhoffe ich mir davon, erstens meinen Kindern ein gutes Beispiel zu sein und einen gewissen Respekt vor der Natur mit auf den Weg zu geben, und zweitens mag sich der eine oder andere davon zumindest soweit beeinflussen lassen, dass er oder sie den Müll entweder mit nach Hause nimmt oder in den nächsten Mülleimer entsorgt.

Gesammelte „Werke“:

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Ab damit in die Tonne!

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Ebenfalls auf diesem Spaziergang entdeckt: ein Schild mit dem botanischen Namen eines Baums. Inzwischen halb im Baum verschwunden. Die Natur holt sich zurück, was sowieso ihr gehört.

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Und noch ein paar Bilder vom letzten Langen Lauf.

Herbstzeit ist Pilzzeit:

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Sehe ich anders. Denn: lieber ein  paar Windräder, als Fukushima in Deutschland!

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Seltsame Schilder im Iserlohner Stadtwald. Warnung vor wilden Tieren? Achtung! Elefanten kreuzen den Trail? Seltsam, seltsam…

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Und gestern abend gabs auf meiner kleinen Hausrunde auch ein lustiges Erlebnis. In Iserlohn befindet sich eine Fachhochschule direkt am Wald, demenstprechend kann man mit dem Auto quasi direkt in den Wald reinfahren. An dieser FH steht also ein Auto auf einem Waldweg geparkt. Es ist fast 22.00 Uhr und dementsprechend duster. Ich bin ja naiv und ahne bisher noch nichts arges. Als ich näher komme, wundere ich mich: Licht aus, aber Motor läuft? Neugierig sehe ich mit starker Petzl-Stirnlampe ins Wageninnere, in dem es auf einmal sehr hektisch wird und zwei nicht-bekleidete Gestalten meinem Scheinwerfer kaum entgehen können. Verschämt blicke ich zur Seite und renne schnell weiter.

Falls ich schuld an einem abrupten Ende des ansonsten bestimmt schönen Abends sein sollte: hiermit entschuldige ich mich aufs aufrichtigste und werde beim nächsten Mal gebührend Abstand halten!