Langer Lauf mit Klettereinlage

Heute möchte ich euch endlich die Fotos zeigen und den Bericht zu einem Langen Lauf schreiben, der jetzt fast zwei Wochen her ist.

Der Lauf fing damit an, dass ich erstmal später gestartet bin, als geplant (ca. 07:30 Uhr). Ursprünglich wollte ich früher los, aber lieber Besuch am Vorabend und zwei Gläser Wein ließen mich morgens nicht aus den Federn kommen.

Mein Weg sollte mich Richtung Kesbern, dort zum Höhenflug, dann über die Kultrunde (ein 25km-Lauf in Iserlohn, der vor einigen Jahren „wiederbelebt“ wurde) und wieder nach Hause führen. Zwischen Kesbern und dem Höhenflug liegt versteckt und abseits der Wege die Quelle des Grüner Bachs, die ich vor ca. 1 Jahr durch Zufall entdeckt habe. Dort wollte ich zuerst hin und ein paar Fotos schießen. Gesagt, getan:

010 011 012 013 014 015

Die Quelle muss früher über einen Wanderweg erreichbar gewesen sein. Heute erinnern daran nur noch eine verfallene Bank und das Schild an der Mauer, gespendet vom SGV Grüne im Jahr 1952. Ich musste meinen Weg durch eine Kyrill-Brache und Matsch suchen. Aber es hat Spaß gemacht und ich finde es spannend, solche Orte zu finden, die sonst kaum noch einer kennt.

Danach gings über Trails zum Höhenflug. Auf der Höhe des Flugplatzes Hegenscheid findet sich dann diese private Grabstätte:

016

Von dort wollte ich dann Richtung Kultrunde. Habe aber leider irgendwo eine Abzweigung verpasst oder die falsche genommen. Zuerst fanden sich noch ein paar Fotomotive:

017 019 018

Dann wurde es aber weniger witzig. Irgendwann war der Weg zu Ende. „Ach was!“ dachte ich, „was ein echter Trailrunner ist, für den fängt der Trail doch erst dort an, wo der Weg aufhört!“ Ich wusste, irgendwo oberhalb von mir, muss sich der Weg befinden, auf den ich eigentlich wollte. Also frisch voran den Hang erklommen. Der wurde allerdings immer steiler. Irgendwann durchsetzte sich der Boden mit Schiefer und ich hatte echt Sorgen, mich so zu verklettern, dass ich weder vor noch zurück kam. Umkehren war auch nicht drin, weil der Hang inzwischen so steil war, dass ich Sorgen hatte, schneller runter zu kommen, als mir lieb war. Und der Hang endet irgendwo im Tal in der Lenne (Fotos unten). Also lieber nach oben. Ich habe dann auch den Weg erreicht, kriechend, krabbelnd, mit zitternden Beinen (Akkus waren mal sowas von leer). Dann erstmal ein Gel rein und durchschnaufen. Das war ziemlich heikel:

021 020

 

Von dort ging es dann nach Hause. Ich bin dann mit ziemlicher Verspätung nach 4,5h für 30km wieder eingetrudelt.

Beim nächsten Mal lieber umkehren!

Advertisements

2 thoughts on “Langer Lauf mit Klettereinlage

  1. Zum Glück ist alles gut gegangen! Solche Erfahrungen sind auch wichtig. Wir lernen daraus.

    Aber da das schon zwei Wochen her ist, hast Du das Abenteuer ja offenbar inzwischen verarbeitet.

    Viele Grüße
    Rainer 😎

    1. Zwischendurch hatte ich echt „Schiss“, den Abhang runterzusegeln. Wahrscheinlich hätte ich mir „nur“ fürchterlich wehgetan und es wäre nichts weiter passiert. Aber trotz alledem… Ich habe da laut Garmin 110 Höhenmeter auf 70m Distanz überwunden. Das ergibt eine Steigung von ca. 63%… Beim nächsten Mal nur mit Kletterwerkzeug 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s