„Dunkel wars, der Mond schien helle…“

Mit diesen Worten könnte man meinen gestrigen Lauf gut beschreiben.

Auf Grund vielfältiger Verpflichtungen bin ich erst am Abend dazu gekommen zu laufen. Als ich von zu Hause aus los bin, war es noch recht bedeckt und die ersten Kilometer musste meine Stirnlampe mir den Weg leuchten.

Doch schon nach kurzer Zeit riss die Wolkendecke immer mehr auf und ich habe den Scheinwerfer ausgeschaltet (das ist übrigens auch ein Aspekt, der für mich unter Natural Running fällt: Laufen ohne künstliches Licht, wenn möglich).

Was soll ich sagen? Einfach genial! Da Vollmond war, war die Strecke fast immer gut einsehbar und es hat einfach einen Riesenspaß gemacht, so durch den Wald zu laufen. Nur an einer Stelle musste ich dann doch aus Sicherheitsgründen die Lampe nutzen.

Auf der gestrigen Runde gibt es eine Stelle, an der es einen steilen Abhang hinabgeht, unten plätschert ein kleiner Bach und auf der anderen Seite geht es genauso steil wieder rauf.

Sonst kein Problem. Auch wenn es rutschig ist, kommt man dort in der Regel ganz gut hinab. Gestern jedoch war der Hang mit Schneematsch bedeckt, der den Weg in eine Rutschbahn verwandelt hat. Hinab ging es nur rückwärts, auf allen Vieren und unter Zuhilfenahme von Büschen und herabhägenden Ästen, an denen ich mich festgehalten habe. Nachdem ich jedoch das erste Mal in eine Dornenranke gegriffen habe, habe ich mich entschieden, dann doch lieber den Weg auszuleuchten.

Auf der anderen Seite ging es dann auf einem schmalen Trail weiter, der linkerhand mit einem steilen Abhang endet. Auch hier bin ich dann lieber mit Lampe gelaufen, da der Weg durch umgestürzte Bäume und den Schneematsch nicht ganz hindernisfrei war. Und ich hatte doch meiner Frau versprochen nur zwei Stunden unterwegs zu sein. Da hätte so ein Absturz nicht gut ins Zeitfenster gepasst.

So bin ich jedoch wohlbehalten, wenn auch dreckig, nach etwas über zwei Stunden wieder zu Hause aufgelaufen.

Meine Ernährungsumstellung auf vegane Kost hat übrigens einen sehr angenehmen Nebeneffekt. Aus sozialverträglichen Gründen habe ich gestern vor dem Lauf noch am gemeinsamen Abendessen teilgenommen. Seitdem ich mich wieder vegan ernähre, stelle ich fest, dass ein gewisses Völlegefühl, was mich sonst durchaus vom Laufen abgehalten bzw. mich zu einer gewissen Pause zwischen Essen und Sport gezwungen hat, nahezu komplett verschwunden ist.

Jetzt kann ich essen und fast direkt danach unbeschwert sporteln.

Aber das nur als kleine Ergänzung.

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6 thoughts on “„Dunkel wars, der Mond schien helle…“

  1. Haha, aus sozialverträglichen Gründen, sehr gut!!! 😉
    Ob ich jemals wieder laufen werde? *grübel* ich komme irgendwie nicht in den Tritt. Egal, das mit dem veganen find ich spannend, ich versuche mich ja gerade an der 30-Tage-Challenge, um endlich mal wieder fitter zu werden. Bis jetzt bin ich aber noch nicht weit. Werde gerne berichten, wenn wir uns beim Gesundheitstag über den Weg laufen sollten. Wann warst Du noch mal dran?

    Viele Grüße!

    1. 11.30 Uhr im Löbeckesaal (musste ich gerade ersteinmal selber wieder nachschauen 😉 ).
      Was ist denn die 30-Tage-Challenge? Ist das diese 30 Tage ohne Tier-Gruppe auf fb?
      Veganismus ist momentan mehr so ein Aspekt im Gesamtkonzept für mich. Ich hatte je schon vor einiger Zeit geschrieben, dass die Idee der Selbstversorgung für mich wichtiger geworden ist. Das spielt da z.B. für mich auch rein: viel selber machen, wenig industriell gefertigte Produkte.
      Dann berichte mal nachher, wie dir vegan „bekommen“ ist 😉
      Gruß
      Philipp

    2. Claudia keine Angst das kommt wieder. Ich habe auch monate lang die Kurve nicht bekommen. Jetzt geht es soooo langsam wieder. Bist dieses jahr auch am Seilersee am Start?

      LG
      Marco

      1. Hey, Marco!
        Ja, am Dtart bin ich, aber was ich dann raus mache- keine Ahnung 😉 am 12.5. habe ich vor, beim Vivawest-Marathon im Ruhrgebiet den halben zu laufen- für den Laufclub 21. mal sehen. Morgen fang ich an!

  2. Bei Dir hat ja ein ordentlicher Bewusstseinswandel – oder ist es eine Rückbesinnung? – stattgefunden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Viele Grüße
    Rainer 😎

    1. Hallo Rainer,
      teils/teils.
      Ich habe mich schonmal mit Mitte 20 vegan ernährt, da aber aus rein ethischen Gesichtspunkten (da habe ich z.B. noch stark geraucht).
      Heute ist der gesundheitliche Aspekt zwar nicht der Hauptgrund, aber deutlich wichtiger. So ist es also sowohl eine Rückbesinnung als auch eine Neuorientierung.
      Ich hatte in letzter Zeit einfach das Bedürfnis mein Leben „sinnvoller“ zu gestalten (das hört sich abgehoben an, ist aber gar nicht so gemeint). Ich wollte wieder mehr meine Aufmerksamkeit auf wichtige Dinge richten. Und da ist auch der Wunsch entstanden, mich wieder vegan zu ernähren (war also keine Kopfentscheidung, sondern eher ein Bedürfnis). Und so hat sich das mit dem Laufen auch wieder entwickelt. Hatte ich letztes Jahr noch das Gefühl, total ausgebrannt zu sein (zumindest was das Laufen betrifft), steht jetzt wieder mehr der Spaß im Vordergrund, bzw. all die anderen Aspekte, die Laufen so mit sich bringt. So hat Laufen für mich z.B. einen stark meditativen Charakter.
      Egal ob Rück- oder Neuorientierung. Es macht auf jeden Fall wieder mehr Spaß 🙂

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