Hundeattacken

Bisher hatte ich immer Glück mit Hunden. Ich war eigentlich auch immer der Überzeugung, dass die meisten Hundebesitzer ihre Tiere „im Griff“ haben. Leider aber eben nur die meisten. So kann ich aus letzter Zeit von zwei zwar unschönen, aber zum Glück glimpflich abgelaufenen Hundebegegnungen berichten.

Die erste von den beiden Begegnungen ist mir auf meinem letzten langen Trail-Lauf passiert. Dieser Lauf führte mich über einen Bauernhof. Der Bauer trat gerade aus der Tür und sein Hund, ein kleiner Mischling, lief mit raus. Als der Hund mich sah, lief er kläffend auf mich zu. Ich blieb stehen, so wie immer in diesen Situationen, und wartete, dass der Besitzer seinen Hund zurück ruft. Das versuchte dieser auch (ich glaube, er hat den Hund wirklich „Adolf“! gerufen!!!). Hundi reagierte aber nicht. Und was tut man als Besitzer in so einem Augenblick? Genau: man geht einfach wieder rein und lässt Hund und Läufer das selber regeln.

Ich also versucht, einfach weiterzulaufen. Das nahm „Adolf“ aber zum Anlass, meinen Hacken hinterherzurasen. Zog aber jedesmal wieder ab, wenn ich stehenblieb und mich zu ihm umgedreht habe. Das Spiel wiederholte sich ein paar mal, bis es mir zu bunt wurde. Ich drehte den Spieß einfach um und ging drohend auf den Hund zu. Der zog daraufhin kläffend und ängstlich ab.

Soweit so gut: ärgerliches Erlebnis, aber eine Anekdote wert.

Das zweite Erlebnis war weniger lustig.

Ich habe einen arbeitsfreien Tag mit Sonnenschein dazu genutzt, mit dem Kinderjogger loszuziehen. Dabei führt mich mein Weg über einen Fahradweg in ein kleines Wald- und Wiesengebiet (ein ehemaliger Truppenübungsplatz). Hier sind immer viele Hundehalter unterwegs.

Als ich eine Weg herunterlaufe, kommt mir eine Frau mit drei oder vier Hunden entgegen. Mindestens einer freilaufend und mindestens einer an der Leine. Der Hund an der Leine ist ein Windhund. Wir sehen uns früh genug, so dass sie ihre Hunde hätte zurückrufen können, die Leine kurz fassen können usw.

Als ich mit der Frau (Typ übergewichtig mit ausgelatschten Billig-Crocs aus dem Discounter) auf einer Höhe bin, schießt der Hund an der Leine zähnefletschend auf den Kinderwagen los (Kind und Hundekopf sind quasi eine Höhe!). Die Frau kann ihren wildegewordenen Hund gerade noch eben zurückreißen. Gleichzeitig rast ein anderer der freilaufenden Hunde auf uns zu, rennt jedoch nur an uns vorbei.

Bei Beißereien mischen andere Hunde gerne im Rudel mit! Hier passiert glücklicherweise nichts dergleichen.

Eine halbherzige Entschuldigung von ihr und etwas Gemecker von mir. Der Kragen platzt mir jedoch endgültig, als sie meint, der Hund habe sich eben erschrocken und „das könne ja mal passieren“. Ab da werde ich ziemlich lautstark und reiße mich zusammen, nicht komplett ausfallend zu werden.

Ich kann von Glück sagen, dass nichts passiert ist. Nicht auszudenken, wenn der Hund nicht angeleint gewesen wäre oder sie die Leine nicht schnell genug gefasst hätte.

So leid es mir tut: ich werde mir nach den beiden Erlebnissen etwas zur „Hundeabwehr“ zulegen.

Ich bin selber mit Hunden groß geworden und mag diese auch. Aber einen Appell an alle Hundehalter: erzieht eure Hunde! Gewöhnt sie an Situationen mit Joggern, Fahrradfahrern, Kinderwagen usw. Wenn ihr wisst, dass eure Hunde darauf agressiv reagieren, dürft ihr sie eben nicht ableinen.

Sicherheit von Menschen (insbesondere von Kindern) geht vor der Freiheit eurer Tiere!

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2 thoughts on “Hundeattacken

  1. Wieder einmal ein Hundethema. Wer von uns Läufern hatte nicht schon solche oder ähnliche Erlebnisse. Immer wieder ärgerlich. Letzten Endes gut, wenn es gut ausgeht. Aber spätestens wenn Kinder gefährdet sind, hört der Spaß wirklich auf. Nicht auszudenken, wenn…

    Ich bin also komplett Deiner Meinung.

    Viele Grüße
    Rainer

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