(Noch) kein Ultra

Der Seilersee-Lauf 2012 ist Geschichte.

Und wie der Titel schon sagt, habe ich meine gesteckten Ziele nicht erreichen können.

Aber fangen wir von vorne an.

Den Samstag-Morgen bin ich schon recht früh aufgestanden, hat mich doch meine Nervosität vor dem Lauf nicht länger schlafen lassen.

Kaffee anstellen, Duschen, rasieren. Warten.

Irgendwann wurde dann auch der Rest der Familie wach und es gab ein gemeinsames Frühstück.

Danach haben mich dann meine liebsten zum Seilersee gebracht. Ich wollte gerne früher da sein, um den einen oder anderen vor dem Lauf noch zu treffen.

So habe ich noch bei Rolli von Wat Läuft vorbeigeschaut, da ich sowieso neue Asphalt-Schuhe brauchte und habe mir die Hoka One Ones zugelegt. Dann noch den Soulrunner, die Claudia mit Nachwuchs und noch ein paar andere bekannte aber auch neue Gesichter getroffen.

Nach ein bisschen quasseln, nochmal die neuralgischen Stellen nachfetten, gings dann um 12.00 Uhr auf die Piste.

Inzwischen war es knüppelwarm geworden (auf dem Heimweg habe ich an einer Apotheke gemessene 29°C gesehen, und da hatten wir bereits späten Nachmittag!).

Die neuen Schuhe sollten gleich an Ort und Stelle getestet werden und liefen daher auch mit. Superleichtes Laufgefühl, nur die dicke Sohle verleitet etwas zum „Schlurfen“.

Die ersten Runden gingen trotz Hitze auch locker-leicht rum. Allerdings habe ich ab der zweiten Runde (eine Runde betrug ca. 1,7km) angefangen am VP zu trinken (wie die meisten, glaube ich).

Der Flüssigkeitsverlust war immens.

Ab Kilometer 20 merkte ich so langsam, dass es schwierig wurde. Hatte ich die ersten Runden in knapp 12min hinter mich gebracht, wurde es jetzt mit jeder Runde langsamer. Als ich dann nach 30km mir die Frage stellen musste: entweder die letzten zwei Stunden (30km in 4h!!!) gehend zu vollenden, oder eben abzubrechen, habe ich mich fürs Abbrechen entschieden.

Ich war nicht gekommen, um zu wandern!

Lieber ein ehrliches Ende als sich noch irgendwie über die Zeit würgen. Laufen soll ja schließlich Spaß bringen.

Also Rucksack geholt, schnell die Familie angerufen, die sich fast schon auf dem Heimweg befand, dass man doch mitkommt, am VP vorbei und noch etwas trinken und weg.

Meine Lehre daraus: der Sommer wird genutzt um Läufe bei fiesen Temperaturen zu trainieren und es müssen mehr lange Läufe werden.

Seilersee: wir sehen uns wieder!

Letztes Jahr waren es ja leider nur 14km wegen „Knie“, 2012 nur 4h und 30km, 2013 wirds dann klappen!

Da bin ich mir ganz sicher.

Und jetzt gehe ich gleich laufen! 🙂

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6 thoughts on “(Noch) kein Ultra

  1. Das mit dem zwischenzeitlichen Gehen sehe ich nicht so eng. Wenn man sich die Belastungen anschaut ist das meines Erachtens legitim.
    Sogar die Besten gehen ab und an! 😉
    Drann bleiben! Das wird, da bin ich mir sicher. 😉

    1. Auf jeden Fall bleib ich dran 🙂
      Zwischenzeitlich gehen finde ich auch in Ordnung, nur wollte ich nicht die restlichen zwei Stunden gehend zu Ende bringen, sondern es sollte so sein, dass ich überwiegend laufe..
      Danke für deine aufmunternden Worte 🙂

  2. Schade, aber so ist das manchmal. Da scheitert man(n) an den äußeren Umständen. Sicher war es die bessere Entscheidung abzubrechen.
    Deinen Mut, in ganz neuen Schuhen zu laufen, finde ich übrigens beachtlich. Ich hätte mich das nicht getraut.

    Gute Erholung
    Rainer

    1. Das mit den neuen Schuhen war gar nicht so risikoreich. Dadurch, dass das ein Rundlauf ist, hätte ich jederzeit meine alten Schlappen wieder anziehen können, die hatte ich ja auch dabei.
      Bei einer anderen Strecke hätte ich das auch nicht riskiert.

  3. Wer weiß, vielleicht laufen wir dann nächstes Jahr zusammen die 6h! 😉 und ich bin letztes Jahr auch die letzten Runden meiner 50,1 km gegangen- hatte ich kein Problem mit, und machen viele. Das Du mit den neuen Schluffen gelaufen bist, fand ich auch krass 😉

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