Zwei Tage lauffrei!

Heute bin ich den fünften Tag in Folge gelaufen und freue mich auf mindestens zwei lauffreie Tage.

Die 10km heute: im lächerlichen Tempo. Die Beine waren einfach leer.

Dafür habe ich das erste Mal in diesem Jahr den Eindruck, mit diesem Laufpensum den 6h-Seilerseelauf meistern zu können.

Folgt man der Faustregel: das Wochenpensum muss mindestens der Strecke entsprechen, die im Wettkampf gelaufen werden soll (z.B. ein Wochenpensum von ca. 42km um einen Marathon lediglich zu finishen), habe ich ab jetzt gute Chancen, die 6h durchzuhalten.

Wir reden aber lediglich vom finishen. Von Zeiten schweigen wir lieber…

 

Müde Beine…

…hatte ich heute nach dem Wochenende. Und die dämliche Zeitumstellung hat ihr Übriges dazu getan, mich heute schlapp und müde zu fühlen.

Als sich der Feierabend jadoch näherte, ließ mich die Aussicht auf 10 sonnige Kilometer wieder munter werden.

Also bin ich dann nach dem Feierabend wieder entspannt nach Hause gelaufen.

Trotz müder Beine ließ sich der Lauf gut an. Gefühlt regeneratives Tempo, effektiv schneller als Anfang des Jahres. Da hätte ich den Lauf noch als „Tempolauf“ gezählt 😉

Und ein weiteres kleines Erfolgserlebnis:

ich habe es geschafft, auf meiner Garmin die Uhrzeit korrekt einzustellen (Central Europe) und auf das Display in ein Feld zu bekommen. Juhu! 😉

Eigentlich sollten heute…

… 20km auf dem Trainingsplan stehen.

Meine langen Läufe absolviere, wie warscheinlich die meisten, immer Samstags oder Sonntags. Da die beste aller Ehefrauen am Freitagabend über Übelkeit klagte, war klar, dass ich den Samstagmorgen nicht verplanen konnte.

Damit stand der Samstag ganz im Zeichen der Familie: Putzen und Kleidung kaufen für die große Kleine (der Reiturlaub steht vor der Tür). Unverschämtheit, was Kleidung für 10jährige kostet!

Eine Shoppingtour mit drei Frauen dauert natürlich seine Zeit. So waren wir von 10.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr unterwegs (Zählt das eigentlich schon als Ultra?).

Das ganze habe ich mit meinen Vivabarefoots absolviert. Den Tag vorher habe ich schon eine ausgedehnte Spaziertour damit hinter mich gebracht. Nach zwei Tagen Asphalt in Barfußschuhen waren meine Füße ganz schön müde!

Am späten Nachmittag waren dann noch 10km Waldlauf dran. Tempo: zügig, aber kein WK-Tempo. Was mich verwunderte: mir war danach leicht übel, so wie ich es von meinen ersten langen Läufen her kenne.

Abends musste ich mir dann sogar noch eine Magnesium-Brausetablette gönnen, weil ich kurz davor stand, Krämpfe zu bekommen… alles sehr verwunderlich.

Heute, am Sonntag, stand dann der Wecker auf 6.00 Uhr (und das bei Umstellung auf Sommerzeit. Wir Läufer sind doch alle bekloppt!).

Die Beine waren allerdings so schwer, dass ich gleich liegengeblieben bin.

Vielleicht werfe ich heute nochmal langsame 5km ein, einfach um die Sonne zu genießen.

Nur leider fehlt mir damit, mal wieder, ein langer Lauf in der Vorbereitung. Wenn ich mir meine Gesamtkilometer ansehe, wird mir Angst und Bange!

Was meine schlappen Beine anbelangt: vielleicht das Ergebnis der ungewohnten Belastung durch die Barfußschuhe? Im Winter habe ich ausschließlich „normale“ Schuhe getragen.

Wenn dem so sein sollte: ein Beweis für mich, dass die Schuhe ein prima Training für die Füße sind.

Nächste Woche stehen dann 30km auf dem Plan (wenn nicht wieder was dazwischen kommt!),

Ich werde berichten…

Nachtrag:

Mittags (also jetzt) gings dann meinen Beinen wieder besser. Da mir jedoch die Zeit fehlte, um ausgedehnt zu laufen (Familienbesuch steht an), bin ich zu einer kleinen 5km-Runde aufgebrochen, wie angekündigt.

Auf der Hälfte habe ich mir dann überlegt, mein Training gewinnbringender zu nutzen, und habe die Steigungen für Steigerungsläufe bis zum Sprint genutzt (was bei mir bestimmt nicht so schnell ist, so wie andere Sprint verstehen 😉 ).

Abschließend gabs dann mal wieder etwas Lauf-ABC. Etwas, was ich meist sträflich vernachlässige.

Jetzt habe ich schön ausgepowerte Beine und ein gutes Gewissen. 🙂

Idioten!

Gestern sollte eigentlich ein schöner Tag werden. War er eigentlich auch im Großen und Ganzen. Aber fangen wir von vorne an.

Da ich ja Pendler bin, nutze ich häufig die Gelegenheit und verlasse den Zug vor meiner eigentlichen Haltestelle und laufe den Rest nach Hause. So auch gestern. War ich bisher immer 8,3km gelaufen, habe ich meine Feierabendrunde etwas erweitert und bin noch eine Haltestelle vorher ausgestiegen. Damit erhöhte sich die Strecke für mich auf 10,4km. Keine riesen Distanz, aber in Anbetracht meiner Pläne, muss ich zusehen, meine Wochenumfänge zu erhöhen.

Ein Teil der Strecke führt mich durch ein Waldgebiet, in dem häufig Spaziergänger oder auch andere Läufer anzutreffen sind. Dass in diesen vielbegangenen Ecken auch viel Müll rumliegt, ärgert mich zwar immer noch immens, aber der Anblick ist leider nichts Ungewöhnliches.

Zum Ende des Waldstückes fiel mein Blick jedoch auf einen „Müllhaufen“, der mich schon massivst verärgerte. Von weitem sah es so aus, als hätte jemand eine große Plastikkiste samt Inhalt einfach in den Wald gekippt. Je näher ich kam, wurde ich jedoch unsicherer, ob dem wirklich so war.

An der Stelle angekommen, sah ich eine Plastikkiste, eine Geldkassette, Briefe, Fotos und vieles mehr. Das musste ich mir ansehen!

Also blieb ich stehen und fing an, die Sachen durchzusehen.

Nach kurzer Zeit wurde mir klar, diese Kiste musste mal vergraben gewesen sein. Augenscheinlich hatten vier junge Frauen (um die 20 Jahre), alle gerade die Schule abgeschlossen, Briefe an sich selber in zehn Jahren geschrieben. Diese Briefe mit Fotos und anderen Erinnerungsstücken ihrer Freundschaft (z.B. Konzertkarten) in eine Kiste gepackt, diese mit Klebeband fest verschlossen und im Wald vergraben.

Irgendein Idiot (oder Idioten, daher der Titel) hat diese Kiste wohl entdeckt, zerstört und den Inhalt im Wald verstreut.

Das ganze hat mich etwas traurig gestimmt. Hier hatten vier junge Frauen ihrer Freundschaft und den Glauben an die Zukunft Ausdruck verliehen. Das ganze wurde dann durch sinnlose Zerstörung einfach ruiniert.

Warum tut man sowas?

Ich habe dann den ganzen Kram wieder eingeräumt (die Briefe nicht gelesen), und bin weitergelaufen.

Da konnte das zusätzliche Paar Laufsocken, das aus Versehen zuviel geschickt und nicht berechnet wurde und gestern per Post angekommen ist, meine Laune auch nicht weiter bessern…

20km neue Trails

… 608Höhenmeter, und das ganze in 2h50min.

Klar, das ganze ist zwar recht langsam, aber ich denke für mich, der seine Trails immer noch im dreistelligen Kilobereich rockt, trotzdem respektabel 😉

Zuerst gings über altbekannte Wege Richtung Gut Holmecke, von dort aus Richtung Kesbern/Ihmert. Ich habe dann die Grüner Talstraße überquert, über einen Wirtschaftsweg den Berg rauf und auf der Kuppe ab auf einen Singletrail. Dieser Weg war einer der schönsten, den ich in letzter Zeit gelaufen bin. Zuerst ging es über eine Kuppe mit wunderschönem Blick über das Grüner Tal um mit einem kurzen, aber knackigen, technisch anspruchsvollen Downhill zu enden.

Seit langem mal wieder laut lachend mich den Berg runtergestürzt. So muss laufen sein!

Von dort gings dann wieder auf die andere Seite des Tals. Nun hatte ich die Wahl, wieder auf mir bekannten Wegen zu laufen,… Ich habe mich dann für einen unspektakulär anmutenden Weg parallel zu den mir bekannten gewählt. Und was soll ich sagen: es hat sich gelohnt.

Der Waldweg verengte sich bald zu einem schönen Singletrail, mit Klettereinlage und Bachquerung. Auch das ist Trailrunning: man wird immer wieder überrascht.

Jetzt hatte ich inzwischen auch die 2-Stunden-Marke geknackt, Anstiege wurden größtenteils nur noch gegangen. Von daher habe ich mich dann für den Heimweg entschieden.

Die beiden Joggerinnen, denen ich dann noch begegnet bin, muss ich so erschreckt haben, als ich völlig verdreckt und verschwitzt aus dem Gebüsch gebrochen bin, dass diese mein fröhlisches „Guten Morgen!“ glatt vergessen haben zu erwidern 😉

Fotos habe ich keine gemacht, trotz Kamera im Rucksack: ich war zu sehr mit Laufen beschäftigt.

Zum Abschluss noch was zur Ausrüstung:

ich habe heute zum ersten Mal von Asics das Trail-Langarmshirt getragen. Angegeben wurde die Materialqualität mit warm. Die Ärmel sind sehr lang geschnitten, und am Ende mit je einer Lasche für den Daumen (wie z.B. bei den aktuellen Fleece-Jacken). Auf den Schultern ist das Shirt mit einer Art Gummierung ausgestattet, die ein Verrutschen des Rucksackes verhindern sollen. Zusätzlich kommen zwei Taschen an den Seiten.

Materialwärme ist prima. Ich hatte heute eine dünne Funktionsjacke drüber. In der Kombination, gerade auf den zugigen Hügeln, völlig ausreichend. Ich denke, im Winter kombiniert mit einem langen Baselayer und einer wärmenden Softshell, sollte das Shirt ausreichen. An kühlen Herbst- oder Frühlingstagen alleine oder mit dünner Jacke kombiniert, auch sehr gut.

Die langen Ärmel waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, besonders diese Daumenlasche. Haben aber nach kurzer Zeit nicht mehr gestört. Ganz im Gegenteil, ich fand das Überlappen der Ärmel über die Hände sogar ganz angenehm. Und die Laschen halten die Ärmel gut sitzend fest, ohne zu stören.

Die Gummierung an den Schultern hielt den Rucksack tatsächlich gut an Ort und Stelle. Ich hatte zwischendurch meine Jacke ausgezogen und konnte so direkt vergleichen. Der Rucksack rutscht deutlich weniger. Ist für mich aber nur ein nettes Gimmick, da mich das vorher nie sonderlich gestört hat, dass mein Rucksack sich beim Laufen bewegt.

Insgesamt ein trailtaugliches Shirt von Asics.

Gestern…

sehr schöne 14,5km gelaufen.

Und es war sogar nahezu warm! Ich hatte mir anscheinend die genau richtige Tageszeit rausgesucht, den späten Vormittag, und damit sogar etwas Sonne erwischt (der Rest des Tages ging dann wieder in Nieselregen unter).

Dafür wurde ich auch mit einem Reiher belohnt, kaum dass ich fünf Minuten gelaufen war.

Heute bin ich dann nach der Arbeit wieder meine „Feierabendstrecke“ gelaufen und die letzte Steigung zu uns nach Hause sogar wieder durchgelaufen. So langsam kehrt meine alte Fitness wieder zurück.

Aber trotzdem: 6 Stunden am Seilersee, ja oder nein?

Ich bin mir noch nicht sicher…

Brooks sucht Testläufer

Brooks sucht auf seiner fb-Seite Testläufer für dieses Jahr.

Ich werde mich dann mal hiermit bewerben. Bisher habe ich noch nichts von Brooks getragen, würde aber deren Equipment durchaus testen. Da ich ja meine 6h-Pläne für den Seilersee noch nicht ganz zu Grabe getragen habe, würde deren Kleidung also ausreichend strapaziert werden, um eine belastbare (im wahrsten Sinne des Wortes) Aussage zu treffen.

Mal sehen, ob sich Brooks meldet.

Ihr könnt ja in der Kommentarfunktion mal kundtun, warum die gerade mich als Tester auswählen sollen 😉