Welche Laufuhr?

Heiko vom Laufe-Marathon-Blog hat sich mit diesem Thema beschäftigt und zu einer Blogparade aufgerufen (also ein Aufruf, dass verschiedene Blogs sich mit demselben Thema beschäftigen).

Da mich die Frage nach einer „Zeitmesser“ zum Laufen auch schon eine ganze weile umtreibt, greife ich das Thema gerne auf.

Angefangen mit dem „Joggen“ habe ich mit ca. 22. Damals standen reine Fitnessgründe im Vordergrund und meine Hausrunde habe ich in der Regel in etwas über 20 Minuten absolviert. Koordiniertes Training, Distanzen o.ä. haben damals für mich keine Rolle gespielt. Dementsprechend hatte ich auch nur eine einfache Digitaluhr mit Stopp-Funktion.

Auf diesem Niveau habe ich mich eine ganze Weile bewegt. Der Sprung vom Jogger zum Läufer ist mit ca. 26 Jahren geschehen. Nachdem ich mir einen blutigen Nagel in ungeeigneten Turnschuhen zugezogen habe, kufte ich mir mein erstes paar „richtige“ Laufschuhe. Aber auch hier: eine Stopp-Uhr hat mir vollkommen ausgereicht.

Vor ca. 3 Jahren habe ich dann endgültig den Sprung in die Laufliga geschafft. Nachdem Sport in meinem Leben immer weniger eine Rolle spielte und ich immer fetter… lassen wir das. Kurzum: es musste was geschehen.

Und es geschah etwas: ich fing wieder an zu laufen. Regelmäßig und geplant. Und ich habe mich mit Pulsfrequenzen auseinandergesetzt, wusste auf einmal was „GA1“ und „anaerobe Schwelle“ bedeutet. Ich wurde zum Läufer.

Und ein Läufer braucht eine Pulsuhr.

Dachte ich zumindest.

Ich habe mir daraufhin ein Einsteigermodell zugelegt. Die Uhr kann die Zeit stoppen, Puls messen und den Kalorienverbrauch errechnen.

Das pulsgesteuerte Laufen hat mir viel gebracht. Die Pfunde sind gepurzelt und die Kondition hat sich deutlich verbessert.

Irgendwann ging mir dann das Pulsmessen auf die Nerven. Ich hatte mein Tempo und merkte an meiner Anstrengung, ob ich zu schnell war oder eben nicht. Außerdem begann ich, neben der Straße auch vermehrt Trail zu laufen. Steile Anstiege ließen schnell meinen Puls in schwindelerregende Höhen schnellen. Damit verlor meine Pulsfrequenz bzw. deren Messen immer mehr an Aussagekraft für mich.

Was allerdings ein Nachteil war: meine Uhr konnte keine Distanzen messen.

Habe ich meine Straßenrunden immer noch mit Google Earth nachmessen können, war das auf Waldwegen bzw. abseits von diesen nicht mehr möglich.

Daraus ergaben sich meine Anforderungen an eine Laufuhr:

+ Zeitmessung (selbsterklärend)

– Puls (hat jede, nutze ich aber eigentlich nicht mehr)

– Kalorienzähler (können auch die meisten, interessiert mich mal gar nicht)

+ GPS (als Trailläufer für mich ein inzwischen zwingendes Kriterium, wobei ich auch schon darüber nachgedacht habe, mir ein entsprechendes Smart-Phone inklusive App zuzulegen)

+ Höhenmesser (als Trailläufer im Sauerland einfach interessant, welche Höhenmeter man hinter sich bringt)

+ mindestens Spritzwassergeschützt, besser mehr

+ Größe u.ä. stören mich nicht sonderlich, ich brauch kein Leichtgewicht, ist aber nett, wenn es so ist

Jetzt sollte man meinen, ich besitze solch ein Zeiteisen bereits.

Weit gefehlt. Der Geiz hat mich bis jetzt davon abgehalten. Geld ist eher in Schuhe und andere Kleidung geflossen.

Aber ich werde mir definitiv diesen Herbst die FR305 zulegen. Seitdem die FR610 rausgekommen ist, ist der Preis nochmal gesunken und bietet damit das optimale Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt, in meinen Augen.

 

Korrektur: ich hatte in einer ersten Version von der“FR 310″ geschrieben. Es muss natürlich 305 heißen!

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5 thoughts on “Welche Laufuhr?

  1. Hallo Philipp,

    ich laufe mit der Garmin 405, das ist die mit dem Touchring. Mit den sehr individuell einstellbaren Messwerten bin ich sehr zufrieden. Mit dem Sensor eher weniger, wei der spätestens dann frickelig wird, wenn die Hände vreschwitzt sind oder es regnet. Von daher würde ich dir in jedem fall zu einer Uhr mit gut bedienbaren Tasten raten.
    Die 310 hat in dieser Hinsicht einen guten Ruf (auch wenn sie hässlich ist). Du wirst also nichts falsch machen.

    Viele Grüße
    Rainer

  2. Hallo Philipp,

    toll das Du an der Blogparade teilnimmst, leider bist Du bisher scheinbar auch eine Ausnahme. Mit dem Puls wie Du es im Artikel schilderst hatte ich Früher auch so meine Probleme. Im Gelände hat es nicht wirklich gepasst. Ohne Uhr war das Gefühl einfach besser, aber es fehlte die Kontrolle bei Tempoeinheiten. Zur Zeit teste ich gerade die Königsklasse von Polar, schon nicht schlecht das Gerät. Die Garmin hatte ich auch schon einmal in der engeren Auswahl, kann mich da aber noch nicht wirklich entscheiden. Und es gibt zum Beispiel bei der Kundenbewertung bei Amazon über diese Uhr nicht nur positive Stimmen.

    Gruß Heiko

  3. Hallo Phillipp,
    nach dem ich in der Vorbereitung auf meinen ersten Marathon bewusst auf jegliche vorm der Zeit oder Pulskontrolle verzichtet habe und damit ein schöne, entspannte Zeit hatte und gelernt habe auf meinen Körper zu hören, habe ich dann Anfang des Jahres mir eine Uhr zugelegt. Bei der Suche habe ich auf eine gute Distanzmessung mittels GPS wert gelegt, ohne dass ich dafür ein Extragerät benötige. Nach einigem zögern wegen des nicht geringen Preises habe ich mir die Garmin 410 zugelegt. Nach dem ich die hohen Investitionskosten erstmal verdaut hatte, bin ich jetzt sehr glücklich mit der Uhr. Sie hat zahlreiche Features, die man sich in Ruhe anschauen kann. Fürs Laufen lässt sich dann das Display Individuell so gestalten, dass nur das zu sehen ist, was ich auch sehen will (Was ich sehen will ändert sich auch mit der Zeit immer wieder, manchmal ist es eben nur die Pulsfrequenz, manchmal will ich aber auch gleich viele Werte haben: Km-Zwischenzeit, durchschnittliche km-Zeit, manchmal auch die HF max, aktuelle Geschwindigkeit, virtueller Laufpartner als Pacemaker ect…) Die Vorauswahl verhindert, dass ich beim Laufen durch die Uhr abgelenkt werde und schnell mit maximal 2 klicks auf dem touchring das sehe was ich gerade wissen will. Der Touchring ist in einigen Foren kritisiert worden. Er ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig, nach einiger Zeit hat man den Dreh raus. Bei Regen oder Nässe wird es ein wenig schwieriger, aber auch hier hat es mich nie so stark irritiert, dass es mein Training gestört hätte. Ich kann also gut damit leben und laufen. Der GPS Sensor ist gut, auch bei Waldläufen finde ich die Distanzmessung recht Präzise. Bei Berlinmarathon kam es zu einer Differenz von eingen Hundert Metern, wobei da ja auch die Abweichung von der Ideallinie mit reinfließt. 10000 m auf der Bahn misst sie hingegen recht genau. Auch mit der Akkuzeit komme ich gut hin (ein 24 Stundenlauf mit GPS wird aber wohl eher nicht drin sein, auch wenn wenn ich das noch nicht probiert habe, bis jetzt habe ich in der Regel vor meiner Uhr aufgegeben ;-).
    Was mich persönlich stört ist eher ein sehr spezielles Problem, was die meisten eher nicht betrifft. Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft die Uhr vernünftig unter Linux auszulesen, was mich dazu zwingt Windows zu benutzen 😦 , aber ich muss zugeben dass ich auch nicht all zu viel Zeit darein gesteckt habe…
    Zusammenfassend bin ich sehr zufreiden:
    Plus: Kleine Uhr mit gutem GPS, Umfangrieche jedoch auch manchmal brauchbare Funktionen, Display einfach einstellbar
    Minus: Der Touchring ist Gewöhnuungsbedürftig und bei Feuchtigkeit leicht beinflussbar, es gibt keine gute Linuxunterstützung…

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