Einmal Deilinghofen-Iserlohn, bitte.

Meine Frau wollte gestern mit einer Freundin nach Deilinghofen, um sich ein Haus anzuschauen. Gelegenheit für mich, neue Laufstrecken auszuprobieren. Googles Routenplaner gibt für die Strecke knappe 10km an. Allerdings nur Straße. Und Straße will ich nicht.

Also per Google Earth einen groben Überblick über das Gelände verschafft und Ausrüstung für einen deutlich längeren Lauf zusammengesucht (das sollte sich noch als weitsichtig erweisen): gut gefüllter Trinkrucksack, zwei Energy-Riegel, Stirnlampe, Geld und Handy.

Nach gemeinsamer Hausbesichtigung habe ich mich dann verabschiedet und habe mir einen Weg durch das Wohngebiet zum angrenzenden Wald gesucht. Dort erstmal den Hügel komplett rauf, in der Hoffnung, die Kuppe in die gewünschte Richtung weiterlaufen zu können. Das hat auch soweit geklappt.

Die erste Hürde stellte sich dann in Form des ersten zu durchquerenden Tals ein. Der Weg lief zwar parallel zur Straße, die dem Stephanopler-Tal folgt, aber es gab keine Möglichkeit zum Abstieg. Auch Off-Trail nicht. Als ich dann endlich einen Abstieg gefunden habe, musste ich dann wieder die gleiche Richtung zurücklaufen. An einer Schnellstraße mit kaum nennenswerten Seitenrand (von einem Bürgersteig mal ganz zu schweigen).

Nach 10 Laufminuten habe ich dann endlich einen Weg gefunden, dem Tal zu entrinnen. Bis hierhin war ich bereits eine knappe Stunde unterwegs. Also weit hinter meiner angepeilten Zeit.

Hier ging es zunächst über eine geschotterte Forstpiste auf einen Waldweg, und dann durch schöne Trails quer durch den herbstlichen Wald. Nachteil war nur, dass ich, da ich die Gegend nicht kannte, zwar ungefähr in die richtige Richtung gelaufen bin. Aber eben nur ungefähr. Nach knapp einer weiteren Stunde stand ich dann auf einer Kuppe und schaute im Tal auf eine mir bekannte S-Kurve. Mist! Da war ich eindeutig zu weit nördlich gelaufen und stand nun in Hemer. Dabei wollte ich doch deutlich weiter südlich durch die Wälder bei Kesbern. Und dahin zu laufen war mit jetzt zu weit. Also einen Weg durch den Wald runter zur Straße suchen. Von dort aus wollte ich dann Richtung Iserlohn, entweder auf den Radweg oder parallel zu diesem wieder in den Wald.

Aber dann hat irgendjemand mitten in den Wald einen Zaun gebaut! Naja, irgendwo mussten die angrenzenden Grundstücke ja enden. Dumm war nur, dass ich tatsächlich in einer Art Sackgasse gelandet war. Nur Zäune um mich herum! Also wieder umdrehen und woanders den Abstieg zur Straße suchen. Belohnt wurde ich für diesen Umweg allerdings mit einem wunderschönen Singletrail. Nur wer den Klappstuhl mitten im Wald abgestellt hat, hat sich mir bis jetzt noch nicht erschlossen.

Auf der Straße angekommen, ein kurzer Anruf zu Hause, dass der Lauf doch etwas länger dauert als geplant. Allerdings haben mich die Aussicht auf frischen Kuchen schwach werden lassen und ich habe das Angebot angenommen, mich ab hier abholen zu lassen.

Ich bin dann meiner Frau entgegengelaufen und wurde zu Hause neben Kuchen noch mit Kakao und einer heißen Dusche verwöhnt.

Laufzeit: 2h29min.

Es hat sich gelohnt.

Laufim-Puls-e

In letzter Zeit habe ich mich wieder vermehrt mit pulsgesteuertem Laufen auseinandergesetzt.

Zunächst gedanklich, und gestern dann auch mal wieder praktisch.

Ich bin also meine 12km-Runde gelaufen und habe versucht, meine Pulsfrequenz im GA1-Bereich zu halten.

Meine „Hausrunde“ startet allerdings über 1km mit maximaler Steigung. Hier knallt meine Pulsfrequenz direkt in schwindelerregende Höhen. Die restliche Strecke beinhaltet zwar nicht mehr solche Steigungen, dafür aber durchaus längere Anstiege. Also immer schön rauf und runter.

Die Steigungen musste ich maximal langsam laufen, um den Puls unten zu halten, und bergab musste ich mich bremsen, um den Puls wieder „runter zu prügeln“.

Ergebnis war, dass ich für 12km 1h29min gebraucht habe, dafür aber natürlich den Effekt hatte, dass ich vom körperlichen Befinden her ewig so hätte weiterlaufen können.

Hier ein paar Daten:

Puls avg. 159

Puls max 183

Ich denke, ich werde in nächster Zeit mal wieder häufiger den Pulsgurt anlegen, um die Fettverbrennung anzukurbeln. War vielleicht doch gut, mal wieder etwas Technik ins Lauftraining zu bringen.

Schlecht geplant

Der gestrige Tag war sowieso schon mit den üblichen lästigen Pflichten vollgestopft: Putzen, Einkaufen und die „Große“ von A nach B fahren.

Dementsprechend bin ich leider erst abends zum Laufen gekommen. Die Sonne schien noch dramatisch rot über die Iserlohner Wälder, also Kamera eingepackt und los.

Erste Feststellung: man sollte AUFGELADENE Akkus mitnehmen.

Kurz danach zweite Feststellung: die Sonne geht doch schneller unter als erwartet. Meine Stirnlampe liegt gut verpackt zu Hause.

Ergebnis war, dass ich die letzten guten 2km gehend hinter mich gebracht habe. Schade eigentlich, trotz ein paar anfänglicher Fotopausen und zweimal Schuhe schnüren (Was war los? Muss ich sonst nie!), war ich recht zügig unterwegs.

Zu Hause schnell geduscht und dann den Rest der Familie bei Freunden ergänzt, und viel zu viele Crêpes gegessen (Danke, Christoph).

Unnötig, zu erwähnen, dass ich gerade entdeckt habe, dass die Fotos nichts geworden sind, oder?

Wenigstens eins, auch wenn es unspektakulär ist. Da ich keine leistungsstarke Kamera habe, musste ich mit Blitz arbeiten. Daher sieht es so aus, als wäre es schon stockdunkel. Dabei war es da noch recht hell und es gab einen wunderschönen roten Glanz über den hinter mir liegenden Hügeln. Aber das denkt ihr euch eben beim Betrachten selber 😉

Welche Laufuhr?

Heiko vom Laufe-Marathon-Blog hat sich mit diesem Thema beschäftigt und zu einer Blogparade aufgerufen (also ein Aufruf, dass verschiedene Blogs sich mit demselben Thema beschäftigen).

Da mich die Frage nach einer „Zeitmesser“ zum Laufen auch schon eine ganze weile umtreibt, greife ich das Thema gerne auf.

Angefangen mit dem „Joggen“ habe ich mit ca. 22. Damals standen reine Fitnessgründe im Vordergrund und meine Hausrunde habe ich in der Regel in etwas über 20 Minuten absolviert. Koordiniertes Training, Distanzen o.ä. haben damals für mich keine Rolle gespielt. Dementsprechend hatte ich auch nur eine einfache Digitaluhr mit Stopp-Funktion.

Auf diesem Niveau habe ich mich eine ganze Weile bewegt. Der Sprung vom Jogger zum Läufer ist mit ca. 26 Jahren geschehen. Nachdem ich mir einen blutigen Nagel in ungeeigneten Turnschuhen zugezogen habe, kufte ich mir mein erstes paar „richtige“ Laufschuhe. Aber auch hier: eine Stopp-Uhr hat mir vollkommen ausgereicht.

Vor ca. 3 Jahren habe ich dann endgültig den Sprung in die Laufliga geschafft. Nachdem Sport in meinem Leben immer weniger eine Rolle spielte und ich immer fetter… lassen wir das. Kurzum: es musste was geschehen.

Und es geschah etwas: ich fing wieder an zu laufen. Regelmäßig und geplant. Und ich habe mich mit Pulsfrequenzen auseinandergesetzt, wusste auf einmal was „GA1“ und „anaerobe Schwelle“ bedeutet. Ich wurde zum Läufer.

Und ein Läufer braucht eine Pulsuhr.

Dachte ich zumindest.

Ich habe mir daraufhin ein Einsteigermodell zugelegt. Die Uhr kann die Zeit stoppen, Puls messen und den Kalorienverbrauch errechnen.

Das pulsgesteuerte Laufen hat mir viel gebracht. Die Pfunde sind gepurzelt und die Kondition hat sich deutlich verbessert.

Irgendwann ging mir dann das Pulsmessen auf die Nerven. Ich hatte mein Tempo und merkte an meiner Anstrengung, ob ich zu schnell war oder eben nicht. Außerdem begann ich, neben der Straße auch vermehrt Trail zu laufen. Steile Anstiege ließen schnell meinen Puls in schwindelerregende Höhen schnellen. Damit verlor meine Pulsfrequenz bzw. deren Messen immer mehr an Aussagekraft für mich.

Was allerdings ein Nachteil war: meine Uhr konnte keine Distanzen messen.

Habe ich meine Straßenrunden immer noch mit Google Earth nachmessen können, war das auf Waldwegen bzw. abseits von diesen nicht mehr möglich.

Daraus ergaben sich meine Anforderungen an eine Laufuhr:

+ Zeitmessung (selbsterklärend)

– Puls (hat jede, nutze ich aber eigentlich nicht mehr)

– Kalorienzähler (können auch die meisten, interessiert mich mal gar nicht)

+ GPS (als Trailläufer für mich ein inzwischen zwingendes Kriterium, wobei ich auch schon darüber nachgedacht habe, mir ein entsprechendes Smart-Phone inklusive App zuzulegen)

+ Höhenmesser (als Trailläufer im Sauerland einfach interessant, welche Höhenmeter man hinter sich bringt)

+ mindestens Spritzwassergeschützt, besser mehr

+ Größe u.ä. stören mich nicht sonderlich, ich brauch kein Leichtgewicht, ist aber nett, wenn es so ist

Jetzt sollte man meinen, ich besitze solch ein Zeiteisen bereits.

Weit gefehlt. Der Geiz hat mich bis jetzt davon abgehalten. Geld ist eher in Schuhe und andere Kleidung geflossen.

Aber ich werde mir definitiv diesen Herbst die FR305 zulegen. Seitdem die FR610 rausgekommen ist, ist der Preis nochmal gesunken und bietet damit das optimale Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt, in meinen Augen.

 

Korrektur: ich hatte in einer ersten Version von der“FR 310″ geschrieben. Es muss natürlich 305 heißen!

Kaufempfehlung

Liebe laufende Blogospähre!

Ich suche eine warme und wetterfeste Jacke für die kalte und dunkle Jahreszeit.

Gerne mit großem Temperaturpektrum (0 bis -15°C).

Und günstig soll sie sein;-)