Hospizlauf Schwerte

Gestern, also am 18.09.2011, fand wieder der alljährliche Hospizlauf in Schwerte statt. Da ich jetzt seit ein paar Wochen wieder schmerzfrei laufen kann, habe ich mich kurzentschlossen für den Lauf, auf Drängen einer lieben Kollegin, angemeldet.

Der Lauf ist ein Spendenlauf auf einem 780m langen (bzw. kurzen) Rundparcours, nahezu ohne Höhenmeter, durch die Schwerter Innenstadt. Jeder Läufer sucht sich einen Sponsor, der jede Runde mit einem bestimmten Betrag sponsort. Für mich in diesem Fall das Marienkrankenhaus in Schwerte, das für seine Mitarbeiter jede Runde mit einen Euro unterstützt.

An dem Morgen bin ich schon um 6.30 Uhr aus dem Bett geschmissen worden, weil unsere jüngste Mitbewohnerin leider unter Bettflucht leidet. Also aufstehen, Kaffemaschine anschmeißen, Windel wechseln. Der Rest der Familie nutzte die Gelegenheit auszuschlafen, so dass sich meine Frau und die große Schwester erst gegen 10.00 Uhr aus ihren Betten bewegten. Mangels Teilnehmer habe ich dann neben dem Kaffee auf weiteres Frühstück verzichtet und bin mit einer Banane und einem Müsliriegel gen Schwerte aufgebrochen.

Auf der Fahrt setzte der Regen, der schon den ganzen Morgen vor sich hinplätscherte, noch einen drauf und es goss in Strömen. Das ließ nichts gutes hoffen. In Schwerte angekommen, schnell einen Parkplatz suchen, Mitläuferin einsammeln und auf zum Start. Der Regen war inzwischen in ein stetiges Nieseln übergegangen, so dass quasi sogar gute Laufbedingungen herrschten.

Im Startbereich fand zunächst ein pressewirksames Aufwärmen mit Bürgermeister statt. Um 11.00 Uhr wurde aber pünktlich gestartet. Wir reihten uns in die Läufer ein und trabten langsam los. Ich selber war mir zunächst unsicher, welches Tempo ich laufen sollte und ließ mich von meiner Mitläuferin erstmal mitziehen. War es doch nach Wochen der erste Lauf der wieder etwas länger sein sollte.

Die ersten 45 Minuten klappten auch ganz gut. Wir trafen immer wieder Kolleginnen und Kollegen, so dass man zwischendurch ein Schwätzchen halten konnte und sich gegenseitig anfeuerte. Sogar eine Sambaband trommelte bei nasskaltem Wetter brasilianisches Feeling herbei und gegen Mittag kam nach und nach dann auch die Sonne hervor.

Nach einer Stunde habe ich dann allerdings die Kilometer gemerkt, bzw. die fehlenden Trainingskilometer. Um mein frisch verheiltes Knie nicht zu überfordern, habe ich die Vernunft siegen lassen und eine Geh- und Trinkpause eingelegt. Während meine Mitläuferin weiterzog bin ich dann in mein eigenes, etwas langsameres Tempo wieder eingestiegen und hatte dann nach 1h30min 20 Runden, bzw. 15,6km hinter mir.

Alles in allem, ein für mich erfolgreicher Lauf als Belastungsprobe nach längerer Verletzungspause. Mit dem Ergebnis kann ich guten Gewissens mein Trainig wieder aufnehmen und meine Marathonpläne anstatt 2011 eben auf 2012 verlegen.

Bei den Ruhrnachrichten gibts übrigens einen Artikel und eine dazugehörige Fotostrecke.

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