15.05.2011: Eine Frage der Technik?

Entweder bessert sich mein Knie einfach so…

…oder es ist auf Grund meines Laufstils….

…oder es sind die Barfuß-Einheiten…

…oder es ist was ganz anderes…

Eines ist jedoch gewiss: je häufiger ich barfuß laufe, desto mehr scheine ich zum Vorfußläufer zu werden.

Auf jeden Fall werde ich versuchen, in den nächsten Tagen mal wieder mehr als 5km zu laufen.

Heute waren es entspannte 5km. Und weil sie so entspannt waren, bin ich zum Schluss noch etwas über Wiesen und durch Gebüsch gerannt. Manchmal muss man einfach mal aus der Spaß an der Freude ein bisschen rennen 🙂

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08.05.2011: Barfuß, die Dritte

Distanz: 5km

Ein Lauf bei strahlendem Sonnenschein und laut Radio bei 29°C. Super!

Meine Barfuß-Strecken werden immer länger und es scheint sich zu bewahrheiten, dass, je länger ich ohne Schuhe laufe, meine Knieprobleme besser werden.

Das Tempo erhöht sich nach und nach von ganz alleine und meine Fußsohlen gewöhnen sich auch so langsam an die ungewohnte Belastung. Allerdings habe ich mir die erste „Verletzung“ an der Fußsohle erlaufen. Ein Splitter hatte sich festgesetzt und musste erst entfernt werden, bevor ich weiterlaufen konnte.

Nächste Anschaffung werden daher  auf jeden Fall ein paar VFF sein (aber erst muss das Auto repariert werden und durch den TÜV, ein neuer Laptop müsste eigentlich auch erst her…).

Schön sind auch immer wieder die Blicke von Spaziergängern, wenn man ihnen Barfuß begegnet… 😉

Und ich habe mir gestern in meiner Bahnhofsbuchhandlung „Born to Run“ bestellt. Kommt morgen an. Freu mich schon.

07.05.2011

Distanz: 5km

Knie hat wieder etwas geschmerzt.

Bin allerdings diesmal auch nicht barfuß gelaufen, weil mir der Vorfuß vom Lauf davor etwas weh getan hat.

Obs ohne Schuhe schmerzfrei gewesen wäre?

06.05.2011: Schmerzfrei!

Yeah!

Ich bin seit WOCHEN das erste Mal wieder schmerzfrei gelaufen. Meine gemütliche 5km-Runde, die ich mir momentan selber auferlegt habe, um mich langsam wieder an längere Distanzen ranzuarbeiten.

Ich habe in der letzten Zeit meinen Laufstil etwas verändert:  langsamer und kürzere Schritte. Auch das Barfußlaufen klappt besser. Diesmal waren es ca 1,5km ohne Schuhe.

Interessant ist, dass ich in der Zeit, in der ich meine Trails ohne Blick auf die Uhr oder Distanzen gelaufen bin, keine Probleme hatte. Da bin ich 3-4 Stunden durch die Wälder getrabt, ohne dass ich Probleme hatte (außer konditionelle 😉 ).

Ab dem Zeitpunkt, an dem ich angefangen habe, zielgerichtet zu trainieren (Distanzen, Tempo, etc.), bekam ich Schmerzen.

Also wieder back to the roots:

– das eigene Tempo wieder finden (Geschwindigkeit kommt von alleine)

– Laufen um des Laufens willen, nicht um irgendwelche Zeiten oder Distanzen zu erreichen (Marco würde sagen: Soulrunning eben 😉 )

Ich werde das „Höher, schneller, weiter“ wieder ablegen (auch wenn uns Läufer das genauso packt, wie alle anderen) und mich wieder auf das Lauferlebenis an sich konzentrieren. „Bestzeiten“ muss ich schon im restlichen Leben erreichen. Das Laufen soll als Erholung davon dienen, und nicht dieses Denken mitnehmen.

03.05.2011

Ich habe gestern einen wunderschönen Abendlauf hinter mich gebracht.

Die Abendsonne schien blutrot durchs grüne Blätterdach und es gab ein fantastisches Farbspiel zu beobachten. Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte.

Insgesamt sollte der Lauf nur lockere, langsame 5k gehen.

Und wärend ich so durch den Wald trabe und die Natur genieße, überkam mich plötzlich ein unbändiger Drang:

Ich musste mich ausziehen!

Nicht, was ihr jetzt denkt, ihr Ferkel!

Ich wollte barfuß laufen.

Ich hatte die letzten Wochen schon immer das Bedürfnis, mich möglichst viel ohne Schuhe zu bewegen. Ob meine Kniebeschwerden der Grund für diesen Wunsch sind? Ich weiß es nicht.

Irgendwo hatte ich auch im Hinterkopf, dass das Laufverhalten dadurch profitieren würde.

Auf jeden Fall habe ich nicht lange gefackelt, Schuhe und Socken in die Hände genommen und bin weiter getrabt.

Und was soll ich sagen: es klappte überraschend gut.

Da es die letzten Tage ja wieder etwas kälter geworden war, fühlte sich der Waldboden zunächst ziemlich kühl an. Nachdem ich die ersten Meter jedoch hinter mich gebracht hatte, wurde mein Füße auf einmal schön warm. Ich nehme an, das Barfußlaufen fördert die Durchblutung und damit natürlich auch das Wärmeempfinden.

Was ich auch überraschend fand, war, dass das Laufen ohne Schuhe gar nicht so weh tut, wie ich befürchtet hatte. Eigentlich fühlten sich der Boden meist angenehm weich an.

Ich schätze, ich bin maximal 1km barfuß gelaufen. Natürlich sehr langsam. Denn das normale Lauftempo war für mich so noch nicht möglich.

Dann wechselte der Untergrund von weichem Waldboden auf harten, steinigen Forstweg. Hier taten mir schon nach kurzer Zeit die Sohlen weh, so dass ich mir die Schuhe wieder anzog. Außerdem erinnerte ich mich an die unzähligen Hinweise, das Barfußlaufen langsam angehen zu lassen, da unser verweichlichter Bewegungsapparat sich erst an so eine Belastung gewöhnen muss.

Allerdings fühlte ich mich nach diesem kurzen Stück Freiheit doch arg eingeengt in meinen Laufschuhen.

Kurze Zeit nach dem Lauf, fühlten sich meine Schienbeine ungewohnt belastet an, und heute, wo ich diese Zeilen tippe, schmerzt mein Fußbett ganz leicht. Ich denke, es war also eine richtige Entscheidung, zunächst nur ein kurzes Stück so zu laufen.

Aber ich bin mir sicher:

der nächste Barfußlauf wird bald folgen.

Und dann vielleicht ein wenig länger.