Langer Lauf mit Klettereinlage

Heute möchte ich euch endlich die Fotos zeigen und den Bericht zu einem Langen Lauf schreiben, der jetzt fast zwei Wochen her ist.

Der Lauf fing damit an, dass ich erstmal später gestartet bin, als geplant (ca. 07:30 Uhr). Ursprünglich wollte ich früher los, aber lieber Besuch am Vorabend und zwei Gläser Wein ließen mich morgens nicht aus den Federn kommen.

Mein Weg sollte mich Richtung Kesbern, dort zum Höhenflug, dann über die Kultrunde (ein 25km-Lauf in Iserlohn, der vor einigen Jahren “wiederbelebt” wurde) und wieder nach Hause führen. Zwischen Kesbern und dem Höhenflug liegt versteckt und abseits der Wege die Quelle des Grüner Bachs, die ich vor ca. 1 Jahr durch Zufall entdeckt habe. Dort wollte ich zuerst hin und ein paar Fotos schießen. Gesagt, getan:

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Die Quelle muss früher über einen Wanderweg erreichbar gewesen sein. Heute erinnern daran nur noch eine verfallene Bank und das Schild an der Mauer, gespendet vom SGV Grüne im Jahr 1952. Ich musste meinen Weg durch eine Kyrill-Brache und Matsch suchen. Aber es hat Spaß gemacht und ich finde es spannend, solche Orte zu finden, die sonst kaum noch einer kennt.

Danach gings über Trails zum Höhenflug. Auf der Höhe des Flugplatzes Hegenscheid findet sich dann diese private Grabstätte:

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Von dort wollte ich dann Richtung Kultrunde. Habe aber leider irgendwo eine Abzweigung verpasst oder die falsche genommen. Zuerst fanden sich noch ein paar Fotomotive:

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Dann wurde es aber weniger witzig. Irgendwann war der Weg zu Ende. “Ach was!” dachte ich, “was ein echter Trailrunner ist, für den fängt der Trail doch erst dort an, wo der Weg aufhört!” Ich wusste, irgendwo oberhalb von mir, muss sich der Weg befinden, auf den ich eigentlich wollte. Also frisch voran den Hang erklommen. Der wurde allerdings immer steiler. Irgendwann durchsetzte sich der Boden mit Schiefer und ich hatte echt Sorgen, mich so zu verklettern, dass ich weder vor noch zurück kam. Umkehren war auch nicht drin, weil der Hang inzwischen so steil war, dass ich Sorgen hatte, schneller runter zu kommen, als mir lieb war. Und der Hang endet irgendwo im Tal in der Lenne (Fotos unten). Also lieber nach oben. Ich habe dann auch den Weg erreicht, kriechend, krabbelnd, mit zitternden Beinen (Akkus waren mal sowas von leer). Dann erstmal ein Gel rein und durchschnaufen. Das war ziemlich heikel:

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Von dort ging es dann nach Hause. Ich bin dann mit ziemlicher Verspätung nach 4,5h für 30km wieder eingetrudelt.

Beim nächsten Mal lieber umkehren!

Spontaner Wettkampf

Letzte Woche war, trainingsmäßig gesehen, Mist.

Nach meinem langen Lauf am Sonntag, hatte es mich dann am Anfang der Woche erwischt:

Halsschmerzen, Schlappheit,… krank eben.

Open Window-Effekt?

Dann sprach mich eine Lauf- und Arbeitskollegin an, ob ich nicht den Ergster Cross-Lauf mitmachen wolle.

Spontan erstmal abgesagt.

Gegen Ende der Woche ging es mir dann aber zusehends besser.

Also Freitags beschlossen: ich laufe mit.

Samstags kurz via Facebook der Kollegin bescheid gegeben.

Der Lauf sollte um 16.00 Uhr starten. Nachmelden bis eine Stunde vorher. Also war ich brav um 14.30 Uhr da. Fix nachgemeldet. Dann warten. Es war zwar sonnig, aber lausig kalt! Also Sporttasche aus dem Auto geholt und ab in die Umkleide. Dort eine Jogging-Hose über die 3/4-Tight, und noch den warmen Salomon-Kapu über das Lauftrikot und unter die Softshell, Handschuhe an. Dann wars erträglich.

Um 15.30 Uhr kam dann meine Kollegin mit Freundin an. Kurz vorgestellt, alle Mann/Frau aufs Klo und dann einlaufen.

Pünktlich um 16.00 Uhr war dann der Startschuss.

Die angetretene Garde hatte mich vorher schon etwas beunruhigt. Die Strecke sollte etwas unter 7km sein und sich auf 6 Runden aufteilen. Und da standen nur so askethische und athletische Renner. Mit denen sollte ich mitlaufen? Mir wurde etwas bang ums Herz.

Die erste Runde habe ich mich dann auch von dem schnellen Tempo mitziehen lassen. Um dann ab der zweiten Runde mich gepflegt hinten einzusortieren und schnaufend hinterher zu rennen.

Die Strecke war ein Rundkurs durch ein Waldstück. Erst einen matschigen Anstieg rauf, dann etwas matschige Buckelpiste, dann über Laub und etwas weniger Matsch erst gerade dann bergab, um danach über einen Forstweg (kaum Matsch) wieder den Kreis zu schließen. Start und Ziel lagen auf dem angrenzenden Sportplatz.

Fazit: Strecke schön. Stimmung gut. Starkes Läuferfeld. Das alles für €6. Kann man nicht meckern.

Am Sonntag gabs dann regeneratives Schlittschuhlaufen mit der Familie und dann diese Woche wieder hoffentlich reguläre Laufeinheiten.

Zeitungsartikel mit Fotostrecke hier.

Matsch!

Gestern war so schönes Wetter, endlich die ersten Sonnenstrahlen des Jahres. Das wollte ich unbedingt für einen schönen Lauf nutzen. Da ich die Große mit ihrer Freundin sowieso zum Reitstall bringen musste, habe ich die Gelegenheit genutzt, meine Laufklamotten anzuziehen (vorsichtshalber noch etwas Wechselwäsche mitgenommen!) und habe die Kids zum Reitstall gebracht.

Vereinbart haben wir dann zwei Stunden: sie reiten, ich laufen.

Der Reitstall liegt im “Dreieck” Hemer-Iserlohn-Menden. Auf der einen Seite Hemer-Stübecken, auf der anderen Seite die Platte Heide und die dritte Ecke dann Sümmern. Einen Teil dieser Ecke hatte ich mir bereits erlaufen. Dorthin sollte es mich zuerst führen: der Stübecken, der Wald, den ich aus Kindheitstagen kenne. Kleine Trails rauf und runter, quer durch einen Bach. Die erste halbe Stunde hatte ich das Gefühl, keine Puste zu haben, schwere Beine. Irgendwie lief es sehr mühsam.  Dann im Bogen wieder zurück. So langsam kam ich in Fahrt. Ein Glück!

Ein Blick auf die Uhr zeigte mir: erst eine Stunde rum. Dann also weiter auf unbekannte Wege. Zuerst ging es eine Forst-Autobahn lang. Doch schnell lockte mich ein Trail und führte mich abseits der breiten Wege. Dieser Trail war super! Schön matschig, über viele Wurzeln und leicht abschüssig. Und dann zog es mir die Beine weg!

Der Boden bestand aus einer lustigen Mischung matschiger Lehm auf festem Untergrund. Da hatten meine Speedcross keine Chance. Zwei rutschige Schritte weiter und der hilflose Versuch doch auf den Beinen zu bleiben: dann lag ich auf dem Trail, anstatt ihn zu laufen.

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Der Rest des Weges führte mich dann zur Platten Heide und noch einen Kilometer über Asphalt wieder zum Stall.

Dort gabs dann zur Belohnung einen von Rollis veganen Oaties und frische Kleidung.

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Kurz danach kamen dann auch die Kinder vom Ausritt wieder und für alle hieß es dann: nach Hause und duschen!

Ein schöner Lauf.

10.02.2013

Gestern habe ich einen sehr schönen Winterlauf absolviert.

Eigentlich wollte ich schon früh morgens los. Da aber die Gemahlin noch arbeiten musste, habe ich dann Kinder gehütet. Nachmittags ging es dann auf den Karnevalsumzug nach Menden mit der Kleinen und einer Freundin plus Kind. Die Kiddies waren erst etwas verhalten, tauten aber nach einiger Zeit etwas auf (im wahrsten Sinne des Wortes: es war echt kalt!) und waren begeistert von den bunten Kostümen, den Wagen und natürlich dass mit Süßigkeiten geworfen wurden.

Was mich allerdings massiv gestört hat, waren diejenigen, die sich auf einem ausgeschriebenen Familienkarneval “druckbetanken” müssen bzw. mitten im Gedränge eine Kippe anstecken müssen. Ein paar Schritte nach hinten wären mehr als höflich gewesen!

Danach ging es dann wieder nach Hause. Eigentlich wollten wir noch irgendwo einkehren. Aber entweder waren Karnevalsfeiern im vollen Gang oder es war einfach so gnadenlos überfüllt.

Zu Hause angekommen habe ich mich dann in die Laufklamotten geschmissen und unterwegs ein paar Impressionen eingesammelt:

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Der erste…

…”Wettkampf” des Jahres steht in meiner Terminplanung: der 24-Stunden-Lauf am Seilersee.

Wobei dieser Lauf für mich keinen Wettkampf im klassischen Sinne darstellt, höchstens gegen mich selbst… Ziel ist es (für mich), einfach soweit zu kommen, wie es geht.

Ich werde, wenn alles gut geht, dort dieses Jahr zum dritten Mal starten.

Im ersten Jahr war ich als sog. “Freerunner” dort. Man startet wann man will und läuft so lange, wie man lustig ist. Auf Grund fieser Knieprobleme musste ich leider nach 15km aussteigen.

Das Jahr danach (2012) hatte ich mich für den 6h-Lauf angemeldet. Nach 3h30min und 30km habe ich auch diesen Lauf beendet.

Dieses Jahr werde ich wieder als Freerunner starten. Ich möchte einfach so laufen, wie ich Spaß habe und mich keinem Erwartungen aussetzen, die ich vielleicht nicht erfüllen kann.

Legt man die letzten beiden Jahre zugrunde, müssten dieses Jahr entweder 45km oder 60km drin sein (ja nach Muster, welches man hier erkennen könnte ;-) ), Aber wie gesagt: kein falscher Druck!

Dann noch etwas in eigener Sache:

Ich habe diesen Blog mit Facebook diskonnektiert (und werde dort ausmisten!). Nach einigen Überlegungen und verschiedenen Anstößen aus meinem Umfeld, werde ich dort (bei fb) meine Aktivitäten und meinen “Freundeskreis” verringern.

Also: wer meinen Blog lesen möchte, sollte diesen nicht über Networked-Blogs o.ä. abboniert haben, sondern hier persönlich vorbeischauen.